Eric Clapton und seine Autos

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Auf die Piste : Fahr’n fahr’n fahr’n
Wolf Reiser
Autofreak. Eric Clapton liebte Ferraris. In seinem Fuhrpark hatte er auch einen Porsche, einen 275 GTB, Fords, Chevrolets und, und, und....
Autofreak. Eric Clapton liebte Ferraris. In seinem Fuhrpark hatte er auch einen Porsche, einen 275 GTB, Fords, Chevrolets und,...Foto: imago

Es war ein Nachmittag im Jahr 1969, als sich der Beatle George Harrison hinter das Steuer seines Ferraris klemmte und damit zum Haus seines Freundes Eric Clapton fuhr. Die Musiker kannten sich gut, im Wembley Stadium hatten sie einst eine legendäre Version des Klassikers „While My Guitar Gently Weeps“ gespielt. Doch nicht nur auf der Bühne verstanden sie sich, auch bei Autos teilten sie den Geschmack. An den Ferrari-Moment erinnert sich Clapton in seiner 2007 veröffentlichten Biografie:

 „Eines Tages fuhr Harrison in einem dunkelblauen GTC 365 vor. Ich hatte so ein Auto noch nicht gesehen. Es war damals, als hätte ich die schönste Frau der Welt getroffen und ich entschied mich sofort, dass ich so einen auch haben wollte – auch wenn ich gar nicht fahren konnte.“

Clapton bestellte den Ferrari, den Führerschein holte er nach. Doch dabei blieb es nicht. In den Folgejahren kaufte er einen Dino, einen Daytona, einen 275 GTB, einen Lusso und einen 360 Spider. Und das war nur ein Bruchteil seines Fuhrparks. Zusätzlich unterhielt der Musiker Fords, Chevrolets und einen Porsche 911 Turbo. Den Mini Cooper in der Sammlung schenkte ihm, klar, George Harrison.

Eine besondere Geschichte rankt sich auch um einen Ferrari Enzo, den Clapton 2002 orderte. Nicht nur war er der erste Brite, der das Auto fuhr – als er den Wagen im italienischen Maranello abholte, bestand Clapton auch darauf, damit bis nach London zu fahren. Die Pariser Polizei erwischte Clapton, als er mit standesgemäßen 233 km/h über eine Landstraße bretterte. Welche Musik er dabei hörte, ist nicht überliefert.

Marius Buhl