Woher die Mandarin-Sprache wirklich stammt

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Cordula Stratmann : „Ich sage meinem Sohn: Jetzt ist Schluss!“

Sie waren ein Schlüsselkind?

Bis ich eingeschult wurde, bin ich in der Schule meiner Mutter unten in der Vorschule gewesen, während sie oben die älteren Kinder unterrichtet hat. Manchmal hab’ ich auch im Unterricht hinten gesessen und Bilder gemalt.

Da wussten Sie ja schon alles, als Sie eingeschult wurden. Waren Sie hochbegabt?

Bitte hängen Sie das nicht an die große Glocke, aber die Mandarin-Sprache geht in ihrem Ursprung auf mich zurück. Mir war halt langweilig.

Jesper Juul, der dänische Erziehungsguru, meint: „Familie ist dazu da, dass alle so viel wie möglich von dem bekommen, was sie brauchen und dabei so wenig wie möglich leiden.“

Wäre das schön. Ja, Herr Juul.

Wie bekommt man das hin?

Keine Ahnung. Wir kommen doch nicht auf die Welt, damit wir alles bekommen, was wir wollen!

Es ist gerade schick, Kindern zu sagen: Wenn du nur dies und jenes tust, dann kannst du alles erreichen.

Das würde ich meinem Sohn so nicht sagen. Dass ich ihm mit so blöden Wenn-dann-Sätzen komme, versuche ich zu vermeiden. Die wende ich aber munter an, um ihm die Folgen von irgendwas aufzuzeigen. Natürlich ist es absolut richtig, Kindern Konsequenzen zu beschreiben, doch da kann man sich manches Mal selbst beim Übertreiben zugucken! Letztlich treffe ich die Entscheidung.

Wenn der Kuchen spricht, schweigen die Krümel?

Ja!

Bob Geldof sagte einmal über seine Erziehungsarbeit mit Pixie, Peaches und Fifi Trixibelle …

… Augen auf bei der Namenswahl!

„Wenn ich ein Verbot begründen soll, sage ich: weil ich der Erwachsene bin, und du das Kind.“

Recht hat er. Das entlastet Kinder ungemein. Wenn Eltern sich vor klaren Autoritätsverhältnissen drücken, tut das keinem Kind gut. Das führt auch dazu, dass die Kinder sich am Ende überschätzen. Solche Kinder sind oft unbeliebt, weil sie stets das Zepter in die Hand nehmen und keine gleichwertigen Freundschaften eingehen können. So haben sie es gelernt. Für meinen Sohn ist es sehr erleichternd, wenn ich sage: Jetzt ist Schluss, jetzt entscheide ich. Das ist meine Aufgabe.

In „Nido“ stand neulich ein großer Artikel darüber, dass Eltern ihre Kinder zu sehr zutexten. Beobachten Sie das auch?

Hallo, hier sitzt eine von diesen Müttern! Furchtbar. Immer mindestens drei Sätze zu viel! Deshalb muss man am Ende des Tages möglichst großzügig auf dieses Zusammenleben gucken. Wie soll das denn sonst gehen? Wenn man abends am Küchentisch sitzt und die Hände über dem Kopf zusammenschlägt … boah, du hast ihn wieder mit seiner Lieblingsschokolade erpresst. Es ist nur wichtig, sich das bewusst zu machen und nicht so durch die Beziehung zum Kind durchzutorkeln. Das Kind hat das Recht darauf, dass ich mir darüber Gedanken mache!

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