• Jetzt will er die Distanz zu seinem Sohn überwinden: Australier überlebt schwer verletzt zwei Tage in der Wildnis

Jetzt will er die Distanz zu seinem Sohn überwinden : Australier überlebt schwer verletzt zwei Tage in der Wildnis

Neil Parker verletzte sich beim Wandern, er konnte nur noch kriechen. Die Gedanken an seine Familie hätten ihn durchhalten lassen, sagte er.

Neil Parker nach seiner Rettung im Princess Alexandra Hospital in Brisbane
Neil Parker nach seiner Rettung im Princess Alexandra Hospital in BrisbaneFoto: dpa/Albert Perez

Ein 54-jähriger Australier, der sich bei einer Wanderung nordwestlich von Brisbane schwer verletzte, hat zwei Tage in der Wildnis überlebt, bevor er von einem Hubschrauber gerettet wurde.

Er sei in einen Wasserfall geraten, sechs Meter tief gestürzt und habe sich das Bein und ein Handgelenk gebrochen, erzählte Neil Parker am Mittwoch von seinem Krankenhausbett aus. Der untere Teil des Beins habe nur noch lose am Körper gehangen.

Als sich das Unglück am Sonntag ereignete, habe er gedacht "Nun sitze ich in der Patsche, denn niemand weiß, wo ich bin", sagte Parker. Für das gebrochene Bein habe er eine Schiene gebastelt, aber von den Schmerzen sei er fast verrückt geworden.

Als Verpflegung habe er nur "eine Handvoll Nüsse, einen Proteinriegel und ein paar Dauerlutscher" dabei gehabt.

Mit äußerster Mühe, "Zoll um Zoll", sei er drei Kilometer durchs Gestrüpp gekrochen. "Was ich zuvor in 40 Minuten zurückgelegt hatte, dauerte nun fast zwei Tage."

Schon am Sonntag habe er die Geräusche eines Helikopters gehört, doch da habe er gewusst, dass es "tief im Gestrüpp" für ihn keine Chance auf Rettung gab. Erst am Dienstag wurde Parker dann von der Hubschrauberbesatzung ausfindig gemacht.

Eigentlich sei er gut ausgerüstet gewesen, berichtete Parker. So habe er Verbandszeug, einen Kompass und einen Schlafsack bei sich gehabt. Doch letztlich entscheidend für die Rettung seien die Gedanken an seine Familie gewesen. "Die Verbindung zur Familie, dass ich ihnen sagen konnte, dass ich ok bin, hat mich durchhalten lassen." Er werde nun auch wieder die Distanz zu seinem Sohn überwinden, die seit Jahren bestanden habe. "Ich wollte für meine Kinder wieder da sein." (AFP)