Kaufangebot für Medienkonzern : Axel Springer bestätigt Gespräche mit US-Investor

Anleger reagieren begeistert: Axel Springer hat am Mittwochabend Gespräche mit dem US-Investor KKR über eine strategische Beteiligung bestätigt.

Mathias Döpfner, CEO von Axel Springer
Mathias Döpfner, CEO von Axel SpringerFoto: AFP

Der Medienkonzern Axel Springer hat am Mittwochabend Gespräche mit dem US-Investor KKR über eine strategische Beteiligung bestätigt. Der Verhandlungsstand sehe vor, dass die Amerikaner zusammen mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner ein Kaufangebot für die restlichen Springer-Aktien vorlegten. Ob es zu den beschriebenen Schritten und „anschließenden gesellschaftsrechtlichen Strukturmaßnahmen“ komme, sei aus Sicht des Vorstands derzeit offen.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise berichtet, dass das Ziel der Rückzug des Medienkonzerns von der Börse sei. Anleger hatten euphorisch auf die Neuigkeiten reagiert: Der Aktienkurs von Springer war im späten Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um knapp 16 Prozent zum Schlusskurs im Xetra-Handel hochgesprungen. Die Mitteilung des Unternehmens sorgte dann nicht mehr für eine spürbare Bewegung des Kurses.

Die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik und mehrere Mitglieder der Springer-Familie halten zusammen die Mehrheit an dem unter anderem für das Boulevardblatt „Bild“ bekannten Konzern. Während Bloomberg von Verhandlungen mit allen Anteilseignern der Familie berichtet hatte, tauchte in der Unternehmensmitteilung nur der Name Friede Springer auf. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte auf Anfrage, dass die Verhandlungen ohne die übrigen Familienmitglieder geführt würden. (dpa)

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