55. Grimme-Preis : Allein fünf Serien für TV-Auszeichnung nominiert

70 Produktionen und Einzelleistungen können sich Hoffnung auf einen Grimme-Preis 2019 machen. Ein Schwerpunkt sind TV-Serien.

Auf und Ab. Investmentbankerin Jana Liekam (Paula Beer) sucht die berufliche Herausforderung. Mit Rückschlägen muss sie rechnen, mit Tiefschlägen wird sie konfrontiert.
Auf und Ab. Investmentbankerin Jana Liekam (Paula Beer) sucht die berufliche Herausforderung. Mit Rückschlägen muss sie rechnen,...Foto: Arte

Für den 55. Grimme-Preis wurden 70 Produktionen und Einzelleistungen aus mehr als 850 Einreichungen und Vorschlägen in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend nominiert.

Dabei habe sich erneut gezeigt, „dass der Grimme-Preis ein Abbild der gesellschaftlichen Diskurse ist“, sagte Institutsdirektorin Frauke Gerlach. Zu den aufgegriffenen Themen zählten etwa Radikalisierung gesellschaftlicher Gruppen, Flucht und Migration, Datendiebstahl und -missbrauch und der Kampf für Gleichberechtigung.

Ein Schwerpunkt in der Fiktion sind Serien, aus 30 Einreichungen wurden fünf Kandidaten ausgewählt. Mit „Arthurs Gesetz“ und „Hackerville“ ist TNT zweimal dabei. Ebenfalls nominiert sind „Das Boot“ (Sky) sowie „Bad Banks“ und „Die Protokollantin“ (beide ZDF). Für die Kunst eine Serie zu beenden, wurde Mizzi Meyer (Drehbuch), Arne Feldhusen (Regie) und Bjarne Mädel (Darstellung) für die finale Folge des „Tatortreinigers“ (NDR) nominiert.

Der bereits 2017 festgestellte „negative Trend“ im Unterhaltungsfernsehen setzte sich nach Angaben des Grimme-Instituts fort und zeigte sich daran, dass es von 19 möglichen Nominierungen in diesem Jahr nur elf Produktionen unter die besten des Fernsehjahres geschafft hätten.

Erstmals auch Youtube-Produktionen

Zum ersten Mal zählen in diesem Jahr Produktionen des Bezahlangebots Youtube Premium zu den Nominierten: In der Kategorie „Kinder & Jugend“ wurde „LeFloid vs. the World“ (Studio 71 für Youtube) nominiert, die Kommission Unterhaltung setzte „Neuland“ (Brainpool für Youtube) auf die Liste.

Für besondere journalistische Leistung in der Kategorie „Information & Kultur“ wählte die zuständige Kommission aus 25 Vorschlägen die Journalistinnen und Journalisten von „Tagesthemen“, „Weltspiegel“ und „Monitor“ aus. In der Kategorie „Kinder & Jugend“ gab es insgesamt zehn Nominierungen - davon allein fünf für Funk, das junge Online-Angebot von ARD und ZDF.

Die Preisträger werden am 26. Februar in Essen bekanntgegeben, die Auszeichnungen werden am 5. April im Theater Marl verliehen. Der undotierte Preis wird in diesem Jahr zum 55. Mal vergeben und gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Tsp/epd

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