Medien : Berliner Zeitung: Mecom erwirbt Verlagsmehrheit

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Die Finanzgruppe Mecom um den britischen Investor David Montgomery wird Mehrheitseigentümerin der BV Deutsche Zeitungsholding. Zu ihr gehören die „Berliner Zeitung“, das Boulevardblatt „Berliner Kurier“ und die „Hamburger Morgenpost“. Mecom, die bisher 15 Prozent an der Deutschen Zeitungsholding gehalten hatte, übernimmt von der Investorengruppe Veronis Suhler Stevenson (VSS) deren Anteil von 85 Prozent. Der Kaufpreis betrage 160 Millionen Euro, teilten beide Unternehmen am Freitag in Berlin mit. VSS erwerbe im Gegenzug einen Minderheitsanteil an Mecom. Dem Vertrag der Investoren muss das Bundeskartellamt noch zustimmen. Beide Seiten rechnen damit, dass er Mitte April rechtskräftig wird.

„Die Übernahme der Mehrheit bei der Deutschen Zeitungsholding ist der nächste Schritt unserer Strategie, eine paneuropäische Mediengruppe auf- und auszubauen“, sagte Mecom-Chef Montgomery. Das Unternehmen ist bereits in den Niederlanden, Norwegen, Dänemark und Polen aktiv und nach eigenen Angaben auf den Erwerb und die Weiterentwicklung von Medien spezialisiert. Mecom und VSS hatten den Berliner Verlag im Oktober 2005 gegen Widerstände der betroffenen Redaktionen von der Verlagsgruppe Holtzbrinck („Zeit“, Tagesspiegel) gekauft. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Zeitungsholding, Peter Skulimma, sagte, die jetzige Übernahme bedeute Kontinuität für die weitere Entwicklung. dpa/Tsp

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