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Corona-TV : Keine „Abendshow“, kein „Zapp“, kein „Dittsche“

Erweiterungen, Ausfälle, Extraprogramm für Grundschüler - wie das Coronavirus weiter das Fernsehprogramm durcheinander schüttelt.

Traurig: Dittsches Imbiss macht zu - wegen Corona.
Traurig: Dittsches Imbiss macht zu - wegen Corona.Foto: WDR/Beba Franziska Lindhorst

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) baut sein Programm wegen der Coronavirus-Krise weiter um und verzichtet in den kommenden Wochen auf einige Regelformate. Von Samstag kommender Woche an werden einige Sendungen nicht im geplanten Umfang gezeigt, teilte der RBB jetzt mit.

Dazu gehören „Abendshow“ (die am Donnerstagabend schon entfiel), „Heimatjournal“, „Kowalski & Schmidt“, „Unser Leben“, „Luzyca“, „rbb Gartenzeit“ und „Täter – Opfer – Polizei“. Von Montag bis Freitag und bei Bedarf auch am Wochenende sendet der RBB bereits jetzt direkt nach der „Tagesschau“ ein „RBB Spezial – Corona: Die Region im Krisenmodus“.

Die werktäglichen Nachrichtenausgaben von RBB24 um 13, 16 und 17 Uhr gibt es nun auch samstags und sonntags. Zudem wird es weitere Konzertübertragungen geben. Am Freitag sendet der RBB um 20 Uhr 30 „Roland Kaiser in Berlin – Das große Konzert“. Die Veranstaltung „Wir spielen für Sie. Live aus dem Konzerthaus Berlin“ mit Weltstars wie Lang Lang, Max Raabe und Avi Avital ist am Sonntag um 22 Uhr im RBB-Fernsehen zu sehen.

Auch andere Sender sind betroffen. Gestrichen werden beim NDR das am Mittwoch letztmals laufende Medienmagazin "Zapp".und "Weltbilder", "Panorama 3" vom NDR sowie beim WDR "Dittsche" mit Olli Dittrich. Dessen Drehort, ein Imbiss im Hamburger Stadtteil Eppendorf ist geschlossen.

Damit gegebenenfalls der Newsroom verstärken werden kann, ist beim WDR die Produktion einiger Sendungen ausgesetzt, so eine Sprecherin Das gelte unter anderem für „Unterwegs im Westen“, „Sport inside“ und „Westart“. Gleichzeitig sind viele Sendungen bereits vorproduziert worden oder können derzeit noch weiter produzieren, zum Beispiel „Quarks“ und „Markt“.

Ganz aktuell: Ab Montag sendet das WDR Fernsehen von 9 bis 12 Uhr ein extra moderiertes Programm speziell für Grundschüler.

Die "NDR Talkshow" hat sich eine Videoschalte einfallen lassen. Thema: Welche Schicksale gehen ihnen in der derzeitigen Situation besonders ans Herz, welche Aktionen begeistern sie, und wie schützen sie sich selbst und ihre Familien? Darüber sprechen Barbara Schöneberger, Hubertus Meyer-Burckhardt, Bettina Tietjen und Jörg Pilawa in "NDR Talk Show - die Videoschalte",das teilte der NDR mit.

Nächstenliebe, Familie und die Leidtragenden der Krise

Für die Ausgabe, die ab sofort online zu sehen ist, haben sich die vier Moderatoren von zuhause oder aus ihren Büros zusammengeschaltet. Die Sendung ist auf NDR.de zu sehen in der ARD Mediathek und auf den Social-Media-Accounts der "NDR Talk Show".

Der Umgang mit dem Corona-Virus im Alltag, Nächstenliebe, Familie und die Leidtragenden der Krise - das sind die Oberthemen des 45-minütigen Gesprächs. So unterhalten sich die Vier darüber, wie sich mit ihren Partnern und Kinder arrangieren, wie sie sich zu Hause beschäftigen, was sie von der angedrohten Ausgangssperre halten, welche wirtschaftlichen Schäden sie für Deutschland befürchten - und wie sie die Ansprache von Kanzlerin Angela Merkel fanden.

Die nächste reguläre "NDR Talk Show" läuft am Freitag, 27. März, um 22 Uhr im NDR Fernsehen. Dann begrüßen Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt den Schauspieler Axel Milberg, Mentalmagier/Hypnotiseur Thimon von Berlepsch, Künstler Leon Löwentraut sowie Student und Autor Jeremias Thiel. Publikum ist derzeit nicht dabei.

Angesichts der Corona-Krise hat wird auch die heutige „3nach9“-Sendung neu auf- und zusammengestellt. „Gerade in Ausnahmesituationen wie diesen kommt der Berichterstattung des öffentlichen Rundfunks und damit der Radio Bremens eine besondere Bedeutung zu, die Bürgerinnen und Bürger aktuell und umfassend zu informieren – und gleichzeitig auch ein angemessenes Maß an Normalität anzubieten mit der bei 3nach9 gewohnten Mischung aus Ernst und Unterhaltung“, so Jan Weyrauch, Programmdirektor Radio Bremen.

Die Talksendung findet ohne Publikum statt, der Abstand zwischen Gästen und Moderatoren wird vergrößert und das Produktionspersonal auf ein Minimum reduziert.

Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo planen ab 22 Uhr (NDR) unter anderem mit den Gästen Florian Schröder, Carlo von Tiedemann und Eckhard Nagel, Gesundheitsexperte an der Universität Bayreuth .