Ex-Moderator lästert über Moderator : Harald Schmidt nennt Böhmermann eine „Krawallschachtel“

Harald Schmidt vermutet, dass das ZDF nicht immer glücklich mit Jan Böhmermann ist: „Ich glaube, man wäre ihn dort gerne los.“ Auch heftige Kritik aus Österreich gibt es.

Youtuber Rezo (l) und Moderator Jan Böhmermann sitzen in der Aufzeichnung der Sendung «Neo Magazin Royale» in der Studio-Kulisse.
Youtuber Rezo (l) und Moderator Jan Böhmermann sitzen in der Aufzeichnung der Sendung «Neo Magazin Royale» in der Studio-Kulisse.Foto: dpa

Der ehemalige Late-Night-Moderator Harald Schmidt, 61,lästert über seinen Kollegen Jan Böhmermann, 38. „Ich wusste schon früh, dass es Böhmermann als Moderator nie schaffen würde. Aber dass er es als Krawallschachtel sehr weit bringen würde, wusste ich auch“, sagte Schmidt der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Online).

Böhmermann moderiert seit 2015 das „Neo Magazin Royale“ im ZDF und auf ZDF-Neo. Er hat seine ersten Fernseherfahrungen bei Schmidt gesammelt. Aufsehen erregte Böhmermann 2016 vor allem mit seiner „Schmähkritik“ gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Schmidt vermutet, dass das ZDF nicht immer glücklich mit Böhmermann ist: „Ich glaube, man wäre ihn dort gerne los“, sagte er. „Beim ZDF kotzt man doch im Strahl, wenn man sieht, welchen Ärger er wieder einbringt. Aber irgendein Medienmensch muss denen gesagt haben: Der lässt euch jung aussehen, der sorgt für Klicks und Randale in den Netzwerken, der hat eine große Medienpräsenz.“

Baumgartner schmäht Böhmermann

Indes hat der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner laut dpa in einem angeblich satirischen Beitrag auf einer rechtsextremen Plattform Böhmermann und dessen Familie beleidigt. Auf Facebook überschrieb Baumgartner den Beitrag mit „Jan Böhmermann, dummes Hurenkind oder genialer Satiriker?“, wie die Zeitung „Der Standard“ am Freitag mit einem Screenshot zeigte. Den Facebook-Eintrag löschte Baumgartner später. Der Beitrag auf der rechtsextremen Plattform „allesroger.at“ war aber weiterhin abrufbar.

Baumgartner will seine Kolumne dem Beitrag zufolge als Satire verstanden wissen. „Da man für die Ausübung des Satiriker-Berufes weder eine Ausbildung noch einen Gewerbeschein braucht, kann jeder Satiriker werden. Deshalb habe ich jetzt in mein Facebook-Profil „Satiriker“ geschrieben und los geht?s [sic]“, schreibt Baumgartner.

Böhmermann hatte sich mit mehreren Äußerungen zuletzt viel Kritik in Österreich eingehandelt, weil er die Alpenrepublik und die Bevölkerung mehrfach ins Kreuzfeuer nahm. Auch in der Affäre um das „Ibiza-Video“, nach dessen Veröffentlichung die gesamte österreichische Regierung zusammenbrach, spielte Böhmermann eine kleine Rolle, da er das Video schon vorher kannte. (dpa, Tsp)

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