Medien : Fußball-WM 2014 läuft bei ARD und ZDF

Joachim Huber

Die Fußball-Weltmeisterschaft bleibt auch 2014 ein öffentlich-rechtliches Ereignis. Der Weltverband Fifa hat die Übertragungsrechte in Deutschland für das Turnier in Südamerika an ARD und ZDF vergeben, teilten die beiden Sender am Freitag mit. ARD und ZDF, die auch die WM 2010 in Südafrika übertragen, werden nach eigenen Angaben mindestens 44 Spiele live zeigen und zusammenfassend über alle 64 Spiele berichten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für die WM 2006 in Deutschland hatten ARD und ZDF rund 180 Millionen Euro und damit etwa 3,75 Millionen Euro pro Spiel bezahlt. Bedeutsam an dem Abschluss ist zudem, dass die Fußball-WM unabhängig von der (technischen) Entwicklung des Fernsehens auf allen Endgeräten laufen wird.

Wo in Südamerika die WM stattfindet, steht noch nicht fest. Wäre Brasilien der Austragungsort, dann würden wegen der Zeitverschiebung die Spiele im deutschen Fernsehen gegen Mittag und am frühen Abend laufen.

Der Vertrag räumt ARD und ZDF das exklusive Recht zur live- und zeitversetzten Verwertung aller 64 Spiele der Fußball-WM 2014 ein. ARD/ZDF haben die Möglichkeit, einen oder weitere Sender einzubinden, die einen Teil der Partien exklusiv live übertragen könnten. Zudem könnten die Anstalten sämtliche Spiele zur parallelen Verwertung im Pay-TV anbieten. Allerdings ist wegen der Zeitverschiebung das Turnier in Südamerika für werbefinanzierte Veranstalter weniger interessant als die WM 2010 in Südafrika oder die EM 2008 in Österreich und in der Schweiz.

„Auch wenn sich in den kommenden Jahren die TV-Landschaft massiv verändern wird, können wir für das Top-Ereignis im Weltfußball schon jetzt verkünden, dass auch 2014 alle WM-Spiele der deutschen Mannschaft sowie alle wichtigen Entscheidungsspiele frei empfangbar bei ZDF und ARD zu sehen sein werden“, erklärte ZDF-Intendant Markus Schächter. „Die Fifa hat uns frühzeitig ein Angebot gemacht. Da mussten wir zugreifen“, erläuterte ARD-Sprecher Peter Meyer den Abschluss. Die langfristige WM-Entscheidung steht im krassen Gegensatz zur Fußball-Europameisterschaft 2008. Auch ein Jahr vor der EM steht nicht fest, welcher Sender überträgt.

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