"Germany's Next Topmodel" : Scheuer und die Castingshow

Steigende Quoten, umstrittene Kampagne, Sexismus-Vorwürfe: Was macht eigentlich Deutschlands schönste Castingshow?

Diese Kampagne soll junge Menschen für die Wichtigkeit von Fahrradhelmen im Straßenverkehr sensibilisieren.
Diese Kampagne soll junge Menschen für die Wichtigkeit von Fahrradhelmen im Straßenverkehr sensibilisieren.Foto: Promo


Immerhin, man diskutiert in diesen Tagen wieder sehr laut über Pro7 und sein Format „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM), wenn auch, wer hätte das gedacht, im Zusammenhang mit einer Kampagne von Minister Scheuer (CSU). Am vergangenen Freitag hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zusammen mit Scholz & Friends eine Kampagne herausgebracht, die junge Menschen für die Wichtigkeit von Fahrradhelmen im Straßenverkehr sensibilisieren soll.

Seit Dienstag hängen die Plakate in den Städten. Vor allem aus dem Lager der SPD hagelt es harsche Kritik an der Kampagne, auf deren Plakaten leicht bekleidete Models mit Helm zu sehen sind. Ein Model, Alicija, kommt aus der aktuellen „GNTM“-Staffel.


Dem Sender wird die Kritik egal sein, wenn denn die Quote der Castingshow stimmt. Der Aktion wurden in der Sendung vom vergangenen Donnerstag drei Minuten Sendezeit gewidmet. 30 Sekunden Werbung auf Pro7 hätten im Rahmen von „GNTM“ laut Meedia.de zwischen 52 000 und 87 000 Euro gekostet. Gesehen haben das dann in der avisierten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen 1,78 Millionen Zuschauer(Marktanteil: 19,2 Prozent).

Ein guter Wert, mancher Zickenkrieg und gar Prügeleien vor der Kamera haben die aktuellen Marktanteile in den ersten sieben Folgen im Vergleich zur letztjährigen Staffel in der Zielgruppe von 17,1 auf 18 Prozent steigen lassen. Auch Andy Scheuer sei Dank. meh

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