Marie-Luise Marjan zum "Lindenstraßen"-Ende : „Kult bleibt!“

Schauspielerin Marie-Luise Marjan alias Mutter Beimer ist empört über das „Lindenstraßen“-Aus.

Hat noch nicht fertig. Marie-Luise Marjan, die seit der ersten Folge zum Ensemble der "Lindenstraße" gehört
Hat noch nicht fertig. Marie-Luise Marjan, die seit der ersten Folge zum Ensemble der "Lindenstraße" gehörtFoto: WDR/Steven Mahner

Marie-Luise Marjan spielt Mutter Beimer und ist damit die Übermutter der Serie „Lindenstraße“, die die ARD 2020 vom Schirm nehmen wird. Die Schauspielerin zeigte sich über das Ende empört. Was sie empört, das sagte sie der „Bild“. Sie sei noch nicht so weit, dass sie das Aus verinnerlicht habe. Sie sei ja noch dabei, sie habe am Montag Drehtag. „Natürlich bin ich traurig. Natürlich bin ich enttäuscht. Aber – es geht um Größeres.“ Die ARD habe einen öffentlich-rechtlichen Auftrag. „Wir zahlen Steuern dafür“, sagte Marjan. Das stimmt nicht, tatsächlich wird der Rundfunkbeitrag dafür bezahlt.

Aber egal, Marjan fordert, „wir müssen ein Programm haben, das gesellschaftspolitisch ist. Ein Programm, das sich mit allen Themen, die es in der Welt gibt, auseinandersetzt.“ Und das muss nach Marjans Meinung in spielerischer Form geschehen. „Der Politiker kann das seriös verkaufen. Wir müssen eine Spielfunktion, eine Schicksalsfunktion haben, um dann diese Themen unterzubringen. Das ist etwas Besonderes.“

Kult schafft man nicht ab

ARD und verantwortlicher WDR hatten in ihrer Mitteilung vom Ende der Serie von einer „Kultserie“ gesprochen. Die 78-jährige Schauspielerin nimmt das auf, wenn sie sagt: „Kult schafft man nicht ab. Kult bleibt!“

Die „Lindenstraße“ habe alle Themen, „die uns in Bewegung halten. Wir haben die ganze Bandbreite und die Menschen haben das mit uns verfolgt.“ Die „Lindenstraße“, so Marjan, sei noch nicht am Ende. Und sie verkündet mit Gewissheit: „Das Publikum wird sicher auf die Barrikaden gehen.“

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