Münster-„Tatort“ : Friederike Kempter steigt aus

Friederike Kempter verlässt das Münsteraner "Tatort"-Team. Dabei stellte der ARD-Krimi gerade wieder einen neuen Rekord auf.

Auf dem Absprung: Friederike Kempter (links), die im Münster-"Tatort" Kommissarin Nadeshda Krusenstern spielt, will das Team um Jan Josef Liefers und Axel Prahl verlassen.
Auf dem Absprung: Friederike Kempter (links), die im Münster-"Tatort" Kommissarin Nadeshda Krusenstern spielt, will das Team um...Foto: WDR/Martin Valentin Menke

Einen neuen Rekord stellte der jüngste „Tatort“ aus Münster nicht auf. Mit 12,66 Millionen Zuschauern – das war mit einem Marktanteil von 36,2 Prozent mehr als jeder dritte Zuschauer – fuhr die Folge „Väterchen Frost“ wieder einmal unangefochten den Tagessieg ein und auch im Konzert der „Tatort“-Schauplätze spielte Münster mal wieder die erste Geige. Doch dazu später.

Eine besondere Rolle spielte dabei Friederike Kempter, die seit 2002 die Rolle von Kommissar Thiels „(Axel Prahls) Assistentin spielt. Ihre Nadeshda Krusenstern entwickelte in der Weihnachtsfolge Gefühle für ihren Entführer. Wie es jetzt aussieht, wird „Väterchen Frost“ eine ihrer letzten Einsätze im fest gefügten Ensemble des Münster-„Tatort“ sein. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, will Friederike Kempter das Team „aus persönlichen Gründen“ verlassen. Axel Prahl und Jan Josef Liefers hätten Kempter ermutigt, „so lange es allen Spaß macht“ weiterzudrehen. Der WDR hat inzwischen bestätigt, dass Friederike Kempter den "Tatort" verlässt. "Wann und wie wird an dieser Stelle nicht verraten – dann wäre ja die Spannung weg!", teilte der Sender dem Tagesspiegel auf Nachfrage mit.

Auf andere Projekte konzentrieren

Tatsächlich ist für Kempter die letzte „Tatort“-Klappe mit der bereits abgedrehten Folge „Limbus“, die im Frühjahr 2020 ausgestrahlt werden soll, bereits gefallen. „Bild“ verweist darauf, dass Kempter im vergangenen Jahr erstmals Mutter wurde und sich künftig auf andere Projekte konzentrieren wolle.

Nach den Dreharbeiten zu „Limbus“ war zudem ein anderes Gerücht entstanden, das Jan Josef Liefers durch ein Instagram-Post selbst befeuert hatte. In einem kleinen Video war sein Professor Karl-Friedrich Boerne zu sehen, der gerade mit einem Defibrillator behandelt wurde. Dazu schrieb Liefers: „Bye bye bye, Boerne, bye bye. R.I.P. Karl-Friedrich! ???? Letzter Drehtag – letzter Tatort?“ Unter den Fans des Münster-„Tatort“ hatte der Post hohe Wellen geschlagen.

Auf Nachfrage teilte der WDR dem Tagesspiegel jedoch mit, dass Jan Josef Liefers auch nach „Limbus“ im „Tatort“ zu sehen sein wird. Für Friederike Kempter scheint das nur noch für eine Folge gelten.

Der "Tatort" aus Münster stellte seine Spitzenstellung in diesem Jahr gleich mehrfach unter Beweis, in dem er die ersten drei Plätze der Sendungen mit den meisten Zuschauern eroberte. Die erfolgreichste Episode "Spieglein, Spieglein" mit 14,008 Millionen Zuschauern lief am 16. März, gefolgt von "Lakritz" mit 12,87 Millionen am 3. November und nun "Väterchen Frost".

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