Nach dem Busunglück von Madeira : Großes Interesse an Sondersendungen von ARD und ZDF

ARD und ZDF reagierten auf das Busunglück in Madeira mit "Brennpunkt" und "Spezial"-Sendungen. Fast neun Millionen Zuschauer schalteten ein.

Feuerwehrleute befreien Passagiere aus dem Unglücksbus in Madeira. ARD und ZDF reagierten am Donnerstag mit Sondersendungen auf das Unglück, das 29 Menschen das Leben kostete, darunter wohl hauptsächlich deutsche Touristen.
Feuerwehrleute befreien Passagiere aus dem Unglücksbus in Madeira. ARD und ZDF reagierten am Donnerstag mit Sondersendungen auf...Foto: AFP/Rui Silva

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF reagierten am Donnerstagabend auf das Busunglück auf Madeira mit Sondersendungen. Der vom Hessischen Rundfunk für die ARD produzierte zehnminütige „Brennpunkt: Tod auf der Ferieninsel“ wurde von 5,8 Millionen Zuschauern eingeschaltet.

Bereits um 19 Uhr 20 hatte das ZDF im Anschluss an die „heute“-Sendung ein „ZDF spezial“ ins Programm genommen. Die Sondersendung mit dem Titel „Tod im Osterurlaub – Busunglück auf Madeira“ sahen 2,8 Millionen Zuschauer. Bei dem Busunglück wurden 29 Menschen getötet, darunter hauptsächlich deutsche Touristen. 20 Passagiere erlitten Verletzungen.

Kritik nach Notre-Dame-Brand

Nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris war kritisiert worden, dass ARD und ZDF am Montag keinen „Brennpunkt“ oder ein „ZDF spezial“ gesendet hatten. Von ARD-aktuell war darauf verwiesen worden, dass es im Anschluss an die "Tagesschau" noch keine weiteren relevanten Informationen gegeben hätte.

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagte allerdings am Mittwoch nach einer Sitzung der ARD-Intendanten, eine zusätzliche "Tagesschau"-Sendung um 21 Uhr "hätte uns gut zu Gesicht gestanden". Den "Brennpunkt" zum Busunglück von Madeira hatte die ARD mit dem Hinweis angekündigt, mit der Sendung "einen aktuellen Überblick über die Geschehnisse" zu geben mit dem "bis zur Ausstrahlung erreichten Informationsstand".