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Neuausrichtung in Frankfurt : "FAZ" trennt sich von Don Alphonso

Die "Frankfurter Allgemeine" baut ihre Blogplattform um. Dabei trennt sich die Zeitung auch von Don Alphonso. Mit den Inhalten des konservativen Bloggers habe das jedoch nichts zu tun.

Don Alphonso aka Rainer Meyer gehört zu den besonders polarisierenden Bloggern in Deutschland. Er blick von Tegernsee auf die Welt.
Don Alphonso aka Rainer Meyer gehört zu den besonders polarisierenden Bloggern in Deutschland. Er blick von Tegernsee auf die...Screenshot: Tsp

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) räumt bei ihren Blogs auf und trennt sich von einigen Autoren. Beim prominentesten Abgang handelt es sich um den Blogger Rainer Meyer, im Netz besser bekannt unter seinem Pseudonym Don Alphonso. Er gehörte zu den Begründern der deutscher Bloggerszene und wurde einem größeren Publikum durch seine Webseite Dotcomtod bekannt, die sich mit dem Niedergang der New Economy beschäftigte. Der ehemalige „FAZ“-Mitherausgeber Frank Schirrmacher hatte den Blogger 2009 für die Zeitung gewonnen, für die er unter anderem die Blogs „Stützen der Gesellschaft“ und „Deus ex Machina“ verfasste.

Der Blick vom Tegernsee auf die Welt

Im Netz rief die Nachricht von der Trennung teils heftige Kritik hervor. Zahlreiche User sprangen Meyer bei, etwa auf Twitter, wo der Blogger rund 18.000 Follower hat. Die FAZ verabschiede sich "endgültig aus dem konservativen Spektrum", hieß es dort unter anderem. Der Publizist Dushan Wegner kritisierte die Trennung mit den Worten, gerade heute brauche es "wirklich freie Denker".

Andere zeigten sich angesichts der Trennung erfreut - Meyer hatte gerade in den sozialen Netzwerken immer wieder für Aufregung gesorgt, etwa als er ungefragt dunkelhäutige Männer fotografierte und die Bilder im Zusammenhang mit einem Beitrag zum Görlitzer Park in Berlin veröffentlichte.

Sicher ist: Seine Sicht der Dinge, die er von Tegernsee aus auf Deutschland und die Welt wirft, trifft sicherlich in anderen Landesteilen wie Berlin nur begrenzt auf Zustimmung.

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Für die Trennung gab es laut „FAZ“ allerdings weder inhaltliche Gründe noch hätten schlechte Abrufzahlen dazu geführt. Vielmehr wolle die Zeitung die Blogplattform durch frische Angebote beleben. Dazu gehöre der Podcast „Einspruch“ als Audio-Ableger des gleichnamigen Digitalproduktes. Weitere Podcasts seien in Planung. Nicht mehr länger dabei neben den Alphonso-Rubriken sind zudem die Blogs „Ad hoc“ von Carsten Knop und „Digital/Pausen“ des Stanford-Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht.