"Wir hatten pro Folge nur fünf Drehtage"

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Neue ZDF-Sitcom Lerchenberg : „Du bist doch gar nicht so ein Arsch“
Thomas Eckert

„Lerchenberg“ ist eine Mini-Sitcom mit vier Folgen. Und alle wollen mit Ihnen reden! Unheimlich, nicht?

LÖBAU: Das Echo hat mich auch überrascht. Aber wenn dieser Mini-Hype mit dazu beiträgt, dass wir weitermachen können, dann soll’s mir recht sein.

HEHN: Die Idee ist nicht von ganz oben gekommen, sondern von ganz unten aus der Abteilung „Das kleine Fernsehspiel“. Wenn es mit „Lerchenberg“ weitergehen sollte, dann würde ich mir etwas mehr Zeit wünschen. Wir hatten pro Folge nur fünf Drehtage. Das ist arg wenig.

Herr Hehn, ist „Lerchenberg“ so etwas wie ein Comeback für Sie?

HEHN: Wie Sascha Hehn aus „Lerchenberg“ sagt: Sascha war nie weg, Sascha war immer da. Ich habe immer gearbeitet. Ich habe nur ab und zu eine künstlerische Pause eingelegt.

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Haben Sie nicht die letzen 20 Jahre im Wohnwagen verbracht? Wo waren Sie?

HEHN: Ich antworte Ihnen jetzt als Sascha Hehn aus der Serie „Lerchenberg“. Der sagt Ihnen alles, was Sie hören wollen. Aber Sie müssen mir versprechen, mich danach mit solchen Fragen in Ruhe zu lassen! Also: Ich hab so viel Kohle gescheffelt, dass ich nicht mehr weiß, wohin damit. Und ich gebe zu: Ich habe auch einen Wohnwagen, ja.

LÖBAU: Das ist doch gut, dass wir nicht wirklich wissen, was Sascha Hehn die letzten Jahre getrieben hat. Felix Binder, der Regisseur von „Lerchenberg“, meint immer, dass er sehr glücklich darüber sei, dass Sascha in den letzten Jahren so zurückgezogen gelebt hat. Weil das genau den Spielraum für die Kunstfigur Sascha Hehn schafft, die die Serie braucht.

Herr Hehn, spielen Sie einen Schauspieler, der Sascha Hehn spielt?

HEHN: Nein. Ich spiele einen Sascha Hehn, der nicht so ist wie Sascha Hehn, selber aber nicht weiß, dass er nicht so ist.

LÖBAU: Du spielst eine Rolle, die zufällig auch Sascha Hehn heißt.

HEHN: Auch nicht schlecht. Wenn ich ehrlich bin, ich weiß es selbst nicht ganz genau. Aber das macht nichts. So wird es nur noch spannender.

Frau Löbau, wie unausstehlich ist der Weltstar Sascha Hehn?

LÖBAU: Eine tendenziöse Frage! Nicht schön.

HEHN: Und ich muss Sie korrigieren: Ich bin kein Weltstar. Alles an Ihrer Frage ist falsch, tut mir leid.

LÖBAU: Aber Sascha Hehn ist wirklich ein guter Golfer. Als wir auf dem Golfplatz gedreht haben, sind die Leute stehen geblieben, um ihm beim Abschlag zuzusehen. Man kann über Sascha Hehn sagen, was man will, eines ist mal sicher: Er ist ein Profi.

Zwei Menschen, verwandte Seelen! Frau Löbau, wann heuern Sie als Chefstewardess beim „Traumschiff“-Kapitän an?

LÖBAU: Anheuern würde ich nicht, man müsste mich schon fragen. Aber dann, wer weiß. Also, es war nie mein Ziel ...

HEHN: Aber du bräuchtest einen Künstlernamen. Löbau, das geht gar nicht. Wie wär’s mit: Eva Lebeau? Das klingt nach mehr.

LÖBAU: Eva Löbau ist schon mein Künstlername. Du glaubst doch nicht, ich heiße von Geburt an so wohlklingend?

Haben Sie auch einen Künstlernamen, Herr Hehn?

HEHN: Ich habe mal über Al Hehn nachgedacht. Aber das war in einem anderen Leben.

Das Interview führten Thomas Eckert und Joachim Huber.

„Lerchenberg“, ZDF, 5. April, 23 Uhr.