„Nicht I can't breathe, I can't see“ : ProSieben entschuldigt sich für Kommentator-Spruch

„Passt nicht zur Haltung von ProSieben“. Dieser Spruch von „Schlag den Star“-Kommentator Ron Ringguth ging zu weit.

Bei "Schlag den Star" traten am Samstag Lilly Becker (links) und Sylvie Meis gegeneinander an.
Bei "Schlag den Star" traten am Samstag Lilly Becker (links) und Sylvie Meis gegeneinander an.Foto: Ursula Düren/ Georg Wendt/dpa

Nach einem flapsigen Kommentatorspruch in der Show „Schlag den Star“ zum Tod des Afroamerikaners George Floyd hat sich der TV-Sender ProSieben entschuldigt. „Kurz angemerkt. Dieser Satz, über den sich Twitter zu Recht aufregt, war leider sehr unnötig. Wir entschuldigen uns. Aufrichtig. Ein solcher Satz passt nicht zur Haltung von ProSieben“, twitterte der Sender am Samstagabend.

In der Show waren Sylvie Meis und Lilly Becker gegeneinander angetreten. Bei einem der Wettkämpfe beschlug Becker das Visier des Helms, worauf sie „I can't see“ (Ich kann nicht sehen) rief. Moderator Ron Ringguth kommentierte dies mit den Worten „Nicht I can't breathe, sondern I can't see.“ „I can't breathe“ (Ich kann nicht atmen) waren die Worte von Floyd, als ihm ein weißer Polizist sein Knie in den Nacken drückte. Floyd starb bei dem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis.

Weltweit protestieren seitdem Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Auch Ringguth entschuldigte sich

Bei Twitter empörten sich Nutzer über Ringguths Spruch. Auch der Moderator entschuldigte sich später in der Sendung live dafür. ProSieben schrieb weiter: „Es war ein Fehler. Es war ein absolut unnötiger Spruch. Und Ron hat sich entschuldigt, weil auch er eine andere Haltung hat. Und das ist gut so.“

Lilly Becker hatte sich den Slogan der Protestbewegung „Black Lives Matter“ („Schwarze Leben zählen“) auf den Arm geschrieben. Das Duell verlor die frühere Ehefrau von Ex-Tennisstar Boris Becker schließlich deutlich gegen Moderatorin und Model Sylvie Meis.

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Die Show hatte 1,6 Millionen Zuschauer, die Einschaltquote lag bei 6,9 Prozent. Bei den 14- bis 59-Jährigen waren es 1,29 Millionen (11 Prozent). Tsp/dpa

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