Papst appelliert an Öffentlich-Rechtliche : "Fakten statt Fake"

Papst Franziskus appelliert an deutsche Rundfunk-Intendanten und bittet sie, für ihn zu beten

Papst Franziskus spricht während seiner wöchentlichen Generalaudienz
Papst Franziskus spricht während seiner wöchentlichen GeneralaudienzFoto: dpa

Zwischen die öffentlich-rechtlichen Sender und die christlichen Kirchen passt kein Blatt. Das wurde sehr deutlich bei einer Audienz für die Intendanten und einer ökumenischen Delegation am Donnerstag im Vatikan. Papst Franziskus ermutigte die Sendervertreter "in Ihrem Einsatz, dafür zu sorgen, dass es Fakten statt Fake News, Objektivität statt Gerücht, Differenzierung statt oberflächlicher Schlagzeilen gibt“. Franziskus sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung“ in der Welt. Dabei nannte er „Anfechtung des Rechtes auf Leben, Vormarsch der Euthanasie, Verneinung der sozialen Gleichheit, mangelnde Integration, Verstoß gegen die Menschenwürde und gegen die Gewissensfreiheit“. Die Öffentlich-Rechtlichen Medien hätten die Aufgabe, „für das hohe Gut der menschlichen Freiheit und Würde entschieden Stellung zu beziehen“. Zum Schluss seiner Ansprache sagte der Papst: "Ich hoffe, bei Ihrem Dienst fehlt nie das Gute, fehlen nie die vielen guten Botschaften, über die es zu berichten lohnt und die Hoffnung schenken. Möge der Herr Ihr Tun mit seinem Segen begleiten. Und, bitte, vergessen Sie nicht, für mich zu beten."

RBB-Intendantin Schlesinger in der ARD-Delegation

Bei dem Treffen im Vatikan waren neben den Intendanten von ARD und ZDF der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland,Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dabei. Marx würdigte die Öffentlich-Rechtlichen als vertrauensvolle Partner in der Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche. Nach Angaben der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz stand Intendant Thomas Bellut an der Spitze einer sechsköpfigen ZDF-Delegation, die ARD hatte 14 Personen aufgeboten, darunter den ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, WDR-Chef Tom Buhrow und RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Weitere Teilnehmer waren Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue und Deutsche-Welle-Chef Peter Limbourg.

3 Kommentare

Neuester Kommentar