Preise von Reporter ohne Grenzen : Freedom Awards auch an saudi-arabische Bloggerin

Die Botschaft ist grenzenlos: Gewinnerinnen aus Saudi-Arabien, Malta und Vietnam beim internationalen Press Freedom Awards.

Gewinner des Freedom Awards.
Gewinner des Freedom Awards.

In Berlin sind am Donnerstag Abend die 27. internationalen Press Freedom Awards von Reporter ohne Grenzen verliehen worden. Für ihren Mut wurde die saudi-arabische Bloggerin und Journalistin Eman al-Nafjan geehrt. Den Preis für unabhängigen Journalismus erhielt die Malteserin Caroline Muscat. Die Vietnamesin Pham Doan Trang wurde mit dem Press Freedom Award für besonders wirkungsvollen Journalismus ausgezeichnet.

„Jedes Jahr gibt es Preisträgerinnen und Preisträger, die nicht kommen können, weil sie von der politischen Führung ihrer Länder daran gehindert werden. Auch in diesem Jahr sind zwei der drei Ausgezeichneten abwesend“, sagte Christophe Deloire, Generalsekretär der internationalen Organisation von Reporter ohne Grenzen.

Er verwies auf den chinesischen Journalisten und Menschenrechtler Liu Xiaobo, der 2004 den ROG-Preis erhalten hatte, ihn aber nicht entgegennehmen konnte: „Diese Journalistinnen und Journalisten sollten die Ehre ihres Landes sein. Stattdessen werden sie am Reisen gehindert und ihrer Freiheiten beraubt. Doch die Botschaft, die von diesen Frauen und Männern ausgeht, ist grenzenlos." 

Eman al-Nafjan konnte den Preis in Berlin nicht persönlich entgegennehmen, da sie zwar aus der Haft in Saudi-Arabien entlassen wurde, das Land jedoch nicht verlassen darf. Die Bloggerin und Journalistin hatte sich massiv dafür eingesetzt, dass Frauen in Saudi-Arabien Auto fahren dürfen und mehr Rechte bekommen. Dafür wurde sie zusammen mit anderen Aktivistinnen verhaftet. Aktuell ist sie vorläufig auf freiem Fuß. Tsp

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