Springer-Verlag baut um : Dagmar Rosenfeld wird "Welt"-Chefin

Neues Chefredaktionsteam der "Welt"-Gruppe: Rosenfeld übernimmt "Welt"-Chefredaktion, Johannes Boie folgt Peter Huth an der "WamS"-Spitze

Dagmar Rosenfeld steigt bei der "Welt" auf, Johannes Boie (rechts) folgt Peter Huth als Chefredakteur der "Welt am Sonntag".
Dagmar Rosenfeld steigt bei der "Welt" auf, Johannes Boie (rechts) folgt Peter Huth als Chefredakteur der "Welt am Sonntag".Foto: ASV

Der Springer-Verlag stellt das Chefredaktionsteam der "Welt"-Gruppe neu auf. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch wird Dagmar Rosenfeld, 44, zum 1. März neue Chefredakteurin der "Welt", deren stellvertretende Chefredakteurin sie seit 2017 ist. Zuvor arbeitete sie beim Tagesspiegel in den Ressorts Wirtschaft und Politik, bevor sie 2009 ins Hauptstadtbüro der „Zeit“ wechselte. Ulf Poschardt, bisher "Welt"-Chefredakteur, "bleibt wie bisher als Chefredakteur Welt-Gruppe übergreifend verantwortlich für alle Angebote der Gruppe", heißt es in der Mitteilung.

Peter Huth, 47, muss die Leitung der "Welt am Sonntag" abgeben. Er übernimmt im März eine neue bereichsübergreifende Aufgabe bei Axel Springer. Er wird künftig als Corporate Creative Director die Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von wesentlichen markenbildenden Veranstaltungsformaten der Axel-Springer-Gruppe verantworten. Johannes Boie, 35, seit Februar 2017 Chief of Staff des Vorstandsvorsitzenden von Axel Springer, wechselt als Chefredakteur "Welt am Sonntag" zur "Welt"-Gruppe. Bevor er zu Axel Springer kam, hatte Johannes Boie nach Abschluss seines Studiums bei der „Süddeutschen Zeitung“ volontiert, als Reporter und Redakteur gearbeitet und das Paid-Content-Angebot der Zeitung entwickelt und geleitet.

Für Springer war es erkennbar wichtig, die Produktzuständigkeiten auf der Chefredakteursebene klarzustellen. Zu den genannten Personalien gehören noch Oliver Michalsky, 55, als Chefredakteur Welt digital, und Arne Teetz, 51, Chefredakteur Welt TV. Die Veränderungen in der "blauen Gruppe" von Springer werden zudem der Tatsache geschuldet sein, dass die Auflagenentwicklung und Erlössituation nicht erfreulich sind. Allein die "Welt" verlor bei der Auflage im Jahresvergleich des vierten Quartals 2017/2018 bei Abo und Einzelverkauf über 10 000 Exemplare, sprich 11,7 Prozent.

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