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"Star Trek" : Patrick Stewart spielt wieder Captain Picard

In einer neuen "Star Trek"-Geschichte wird Stewart wieder zum "Raumschiff Enterprise"-Captain Jean-Luc Picard. Der britische Schauspieler ist von der Fortsetzung selbst überrascht.

Der britische Schauspieler Patrick Stewart
Der britische Schauspieler Patrick StewartFoto: AFP/Ben Stansall

Ja, ist denn heit scho Weihnachten? Der britische Schauspieler Patrick Stewart will noch einmal in seiner ikonischen Rolle als Captain Jean-Luc Picard vor die Kamera treten. Es sei „aufregend und belebend“, eine neue Dimension mit dieser Figur zu erkunden, schrieb der 78-jährige Stewart am Samstag auf Twitter. Zuvor hatte er dies bei einem überraschenden Auftritt auf einer „Star Trek“-Messe in Las Vegas verkündet, wie das Branchenportal „Deadline.com“ berichtete. Die geplante Serie für den Streaming-Dienst CBS All Access soll das nächste Kapitel im Leben des „Raumschiff Enterprise“-Captains erzählen, heißt es. Einzelheiten über Inhalt, Besetzung oder Ausstrahlungstermin wurden nicht bekannt.

Er sei immer sehr stolz darauf gewesen, Teil von „Star Trek: The Next Generation“ zu sein, teilte Patrick Stewart mit. Doch mit dem bisher letzten Film, der im Jahr 2002 fertiggestellt wurde, habe er wirklich geglaubt, nun sei es zu Ende. Umso mehr sei dies nun eine „unerwartete, aber freudige Überraschung“.

Der 2010 zum Ritter geschlagene Shakespeare-Darsteller hatte in der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ (1987 bis 1994) und in mehreren Kinoverfilmungen mitgespielt, zuletzt in „Star Trek: Nemesis“ (2002). Er erreichte auch viele Fans als Professor X in den „X-Men“-Filmen. Aktuell lebt Patrick Stewart in New York. Er ist Fan des englischen Fußballclubs Huddersfield Town und unterstützt die Labour Party.

Stewart glaubte an keine Fortsetzung

Produzent und Drehbuchautor Alex Kurtzman, der auch für „Star Trek: Discovery“ verantwortlich ist, soll die neue Serie produzieren. „Es ist ein Privileg, Sir Patrick Stewart wieder in der ,Star Trek’-Truppe willkommen zu heißen. Seit mehr als 20 Jahren hoffen die Fans auf die Rückkehr von Captain Jean-Luc Picard, und dieser Tag ist endlich da. Wir können es kaum abwarten, neue Wege zu gehen, die Zuschauer zu überraschen und sowohl die alten und neuen Generationen zu ehren“, sagte Kurtzman.

Der letzte Halbsatz lautet im Original „and honor generations both new and old“, was eine Anspielung auf den Originaltitel der Serie „Star Trek: The Next Generation“ sein dürfte. Egal, ob da was dran ist, bei einer global rezipierten Median-Saga, wie sie „Stark Trak“ nun mal darstellt, ist es üblich, dass die Spekulationen über Inhalt, Figuren, kurz: über das gesamte Setting sofort weltweit ins Kraut schießen.

Bei fernsehserien.de heißt es zum Beispiel: „Man kann wohl davon ausgehen, dass Picard im ,nächsten Kapitel’ seines Lebens nicht mehr an Bord eines Raumschiffs sitzt. In der Zeitreise-Folge „Gestern, heute, morgen“, die eine potentielle Zukunft der Figur zeigte, hatte Picard eine Karriere als Botschafter gehabt.“ Aber auch als Archäologe hätte sich Picard verdient gemacht. „Ganz abgesehen davon, dass für Picard durch die Faszination, die er auf den unsterblichen und übermächtigen Q ausübte, auch ganz andere Handlungen denkbar sind.“ Nach dem Ende von „Star Trek – Raumschiff Voyager“ und dem Reboot des Film-Franchises inklusive eines Zeitparadoxons ab dem Jahr 2009 könnte die neue Produktion – laut fernsehserien.de – tatsächlich auch die Geschichte der Galaxis nach dem Dominion- Krieg fortschreiben.

Diese Spekulation geht tief rein ins „Star Trek“-Universum. Für weniger Kundige sei noch mal an daran erinnert, was sich mit Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard verbindet. Stewarts Ausbildung als Theaterschauspieler wie auch seine Begeisterung für klassische Bühnenstücke vor allem von William Shakespeare ermöglichten ihm eine sehr tiefgründige Darstellung des „Enterprise“-Captains in insgesamt 178 Fernseh-Episoden. Der in seiner Führungspersönlichkeit stets Wissenschaft und Exploration mit dem Respekt vor dem „Fremden“ als Wesen, Kultur und Gesellschaft verband. Jean-Luc Picard alias Patrick Stewart wird in der Trekkie-Gemeinde auf einer, auf der höchsten Stufe mit Captain James T. Kirk in der Interpretation von William Shatner gesehen.

Und weil das Phänomen „Star Trek“ wahrscheinlich nie aufhören wird, steht die zweite Staffel von „Star Trek: Discovery" in den Startlöchern. Die neuen Folgen sollen an die Anfänge des Star- Trek-Universums anschließen.

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