Studie über Mediennutzung : Zeitungen in der Region unverzichtbar

Wenn es um News aus der näheren Umgebung geht, sind Zeitungen noch wichtiger als persönliche Gespräche. Das hat jetzt eine Studie herausgefunden.

Insgesamt lesen 42,15 Millionen Menschen in Deutschland der aktuellen Media Analyse Presse zufolge gedruckte Zeitungen.
Insgesamt lesen 42,15 Millionen Menschen in Deutschland der aktuellen Media Analyse Presse zufolge gedruckte Zeitungen.Foto: picture alliance / Sven Hoppe

Wenn es um regionale News geht, ist die Zeitung nach wie vor das wichtigste Medium. Zwei Drittel der Menschen halten sich regelmäßig über das Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung auf dem Laufenden – und zwar vor allem über Tageszeitungen, wie eine aktuelle Studie der ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft ergab, die sich mit der „Rolle der Zeitung für die Region“ beschäftigte.

Demnach nutzen 61 Prozent der Befragten die regionalen Tageszeitungen gedruckt und digital, um sich über die Ereignisse daheim oder in der näheren Umgebung zu informieren. Zeitungen rangieren damit sogar vor persönlichen Gesprächen (49 Prozent) und anderen Internetangeboten (53 Prozent), kostenlosen Anzeigenblättern (51 Prozent), Radio (37 Prozent), Amts- und Gemeindeblättern (31 Prozent) sowie Regionalfernsehen (30 Prozent). Für die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Auftrag gegebene Studie wurden im März und April 3048 deutschsprachige Internetnutzer im Alter ab 14 Jahren befragt.

Ein Element von Lebensqualität

Das Vorhandensein von lokalen Informationsangeboten, in erster Linie der Tageszeitung, ist der repräsentativen Studie zufolge für die meisten Menschen ein wichtiges Element von Lebensqualität. Regionale Abonnement-Zeitungen erreichen insgesamt rund 31,75 Millionen Leser pro Ausgabe. Online sind es täglich 12,3 Millionen Nutzer. Insgesamt lesen 42,15 Millionen Menschen in Deutschland der aktuellen Media Analyse Presse zufolge gedruckte Zeitungen.

„Heimat und Zeitung gehören zusammen. Aber regionale Zeitungen sind mehr als ein Wohlfühlfaktor – sie fördern auch wesentlich Integration und Identifikation mit der Wohnumgebung. Das macht sie zu einem unverzichtbaren lokalen Akteur und gesellschaftlichen Bindeglied“, bewertet Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV, die Ergebnisse der Untersuchung.