TV-Show "The Masked Singer" : Marcus – wer?

Die Pro-Sieben-Show "The Masked Singer" eilt von Quotenerfolg zu Quotenerfolg. Dennoch zeigen sich Zuschauer enttäuscht, dass es statt Stars nur C-Promis gibt.

Im Eichhörnchen-Kostüm der Show "The Masked Singer" steckte das Model Marcus Schenkenberg.
Im Eichhörnchen-Kostüm der Show "The Masked Singer" steckte das Model Marcus Schenkenberg.Foto: dpa

Marcus Schenkenberg kann man, muss man aber nicht kennen, um orientiert durchs Leben zu kommen. Er wird, na gut, als schwedisches Topmodel gehandelt. Nach seiner Enttarnung als „Eichhörnchen“ in der Pro-Sieben-Show „The Masked Singer“ laufen jedenfalls die Diskussionen im Internet um die Prominenz des Kandidaten auf Hochtouren.

„Marcus Schenkenberg? Muss man den kennen?“, schrieb ein Twitter-Nutzer am Freitag nach der Entscheidung. „War nicht die Rede von „Stars“ unter den Masken?“, fragt sich ein anderer. Viele Zuschauer wie auch das Rateteam scheinen den 50-jährigen Schenkenberg, der aktuell in Los Angeles lebt, vor seiner Enthüllung nicht gekannt zu haben.

Bereits nach der vergangenen Sendung, in der der Schauspieler Heinz Hoenig, 67, seine Maske fallen ließ, hatte es ähnliche Kritik gegeben. Insbesondere die jüngeren Zuschauer tun sich schwer mit den zuletzt enthüllten Kandidaten.

„The Masked Singer“ hat gerade in der Altersgruppe unter 30 ein großes Publikum.

Froh und traurig zugleich

Der vier Wochen lang im Eichhörnchenkostüm verkleidete Schenkenberg erhielt am Donnerstag im Publikums-Voting die wenigsten Stimmen und musste deshalb beim Ausscheiden aus der Sendung am Donnerstag in Köln die Maske abnehmen. Er sei traurig und froh zugleich, sagte Schenkenberg nach der Show. „Am schwierigsten war es, meine Mutter anzulügen“, sagte er.

Matthias Opdenhövel moderiert die Live-Sendung aus Köln. Nun sind noch sechs Promis dabei, die in den verbleibenden zwei Shows nach und nach demaskiert werden. Neben Schauspieler Hoenig („Das Boot“) mussten zuvor bereits No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska und die frühere „GZSZ“-Schauspielerin Susan Sideropoulos ihre Masken fallen lassen.

Trotz der Kritik aus dem Netz fährt die Sendung weiterhin gute Einschaltquoten ein: Insgesamt sahen am Donnerstag 3,12 Millionen Zuschauer die vierte Ausgabe, das ist ein Marktanteil von 12,9 Prozent und ein erneuter Zugewinn – diesmal um 100.000 Zuschauer. Nur der Barcelona-Krimi „Tod aus der Tiefe“ im Ersten war mit 4,20 Millionen (15,8 Prozent) im Gesamtpublikum noch stärker eingeschaltet.(mit dpa)

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