Und monatlich grüßt das Murmeltier : ARD-„Morgenmagazin“ erneut aus der Konserve

Einstündige Wiederholung im ARD-„Morgenmagazin“: Der Tarifstreit beim WDR wirkt sich erneut auf das Programm des Ersten aus.

Zum wiederholten Male traf der Tarifstreit im WDR das ARD-„Morgenmagazins“. Am Montag gab es das Programm eine Stunde lang als Wiederholung.
Zum wiederholten Male traf der Tarifstreit im WDR das ARD-„Morgenmagazins“. Am Montag gab es das Programm eine Stunde lang als...Foto: WDR/Ben Knabe

Zum wiederholten Mal wurde ein Teil des ARD-„Morgenmagazins“ am Montag aus der Konserve gesendet. Wegen eines erneuten Warnstreiks beim Westdeutschen Rundfunk wurde zwischen sieben und acht Uhr das Programm der Stunde davor wiederholt. „Um unseren Zuschauer:innen trotzdem ihr MOMA anbieten zu können, haben wir Teile der Sendung aufgezeichnet, die wir während der Dauer des Streiks zeigen“, hatte das ARD-„Morgenmagazin“ auf Twitter mitgeteilt. Auch in der Sendung selbst wurden die Zuschauer darauf hingewiesen, dass es sich um eine Aufzeichnung handelte.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in dem Tarifstreit alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter des WDR zu einem dreitägigen, bis Dienstagmorgen andauernden Warnstreik aufgerufen. Den ersten Warnstreik hatte es am 9. Juli gegeben, im August traf es das „Morgenmagazin“ erneut, nachdem Beleuchter im Studio das Licht löschten. Zu einem weiteren Warnstreik im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen kam es einen Monat später am 18. September. Neben dem WDR war auch der Bayerische Rundfunk (BR) betroffen. Zu Ausfällen kam es auch im Radioprogramm der Sender.

Aus Sicht der Gewerkschaften ist das Angebot der Arbeitgeber nicht ausreichend. Konkret wird bemängelt, dass die angebotene zweistufige Lohnerhöhung anders als in der Vergangenheit erstmals nicht an die Abschlüsse für den öffentlichen Dienst gekoppelt wurde. Als Kompromiss hat der WDR signalisiert, das Gesamtvolumen von 3,6 auf 4,25 Prozent zu erhöhen, läge damit aber noch immer unter den gut sechs Prozent für den öffentlichen Dienst. Zudem drängt die Arbeitgeberseite auf Änderungen im Gehalts- und Honorargefüge. Die nächsten Tarifgespräche finden am am Dienstag statt.