Von Tor zu Tor: WM 2018 : „Beatrix von Storch hat gerade ein Tor geschossen?“

Doppelgänger-Sichtungen und Spott im Netz scheinen bei Fußballfans immer beliebter zu werden.

Luka Modric
Luka ModricFoto: AFP

Das Internet kann ein gehässiger Ort sein. Fußballspieler, Trainer und Sportmoderatoren wissen das zu gut. Jeder Fehler wird aufgegriffen und kommentiert. Die online Gemeinschaft hat aber auch Humor. Damit es bloß niemand verpasst. So oft die online Gemeinschaft ihren Hass über jemandem ausschüttet, so oft zeigt sie auch, wie viel Humor sie hat. Ja, meist gehen die Witze zu Lasten der eingangs genannten Gruppen, aber mit einem Augenzwinkern ist der Spott leichter zu ertragen.

„Wie, Beatrix von Storch hat gerade ein Tor geschossen?“, schreibt ein Twitter-Nutzer. Darunter ein Bild der AfD-Politikerin und eines von Luka Modric, der das 0:2 für Kroatien gegen Argentinien erzielte am Donnerstagabend. Es ist nicht der einzige Tweet, der diesen Vergleich zieht. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Ein anderer Nutzer vermutet, sie seien bei der Geburt getrennt worden.

Es gab noch mehr Doppelgänger-Sichtungen. Der Trainer von Peru, Ricardo Gareca, der mit seiner Mannschaft gegen Frankreich 1:0 verloren hat, sehe aus wie Aerosmith-Sänger Steven Tyler, konstatierte ein Twitter-Nutzer, plus Bildbeweis.

Argentiniens Trainer Jorge Sampaoli erinnerte mit seiner Platte viele an den Tennisstar André Agassi.


Auch einer der besten Kommentare von Béla Réthy hatte was mit fehlender Haarpracht zu tun und entging der Zusehern nicht. Beim Patzer des argentinischen Torwarts Willy Caballero meinte Réthy, dass der Glatzkopf Caballero sich nun sicher gerne die Haare raufen würde. Gefeiert wurde Réthy online auch für einen Witz über Diego Maradona.

Gegen Spielende sagte der Kommentator, Argentinien zerfalle in seine Einzelteile und fügte hinzu „Maradona tut das schon länger“. Der Fußballheld wurde auch dafür verspotte, dass er an beiden Handgelenken die gleiche Uhr trug. „Eine Uhr für jede weggekokste Gehirnhälfte“, war ein Kommentar.


Auch Länderklischees dürfen nicht fehlen. „Ich hätte jetzt Bock auf ein Meerschweinchen im Baguette“, heißt es beim Spiel Frankreich gegen Peru. Die Nager stehen bei den Südamerikanern häufig auf Speisekarten. Die meisten fiesen Witze mussten die Argentinier einstecken. Wie etwa: „Wie nennt man eine Vollkatastrophe in Argentinien? Supergaucho.“

Und: „Orte an denen Messi jetzt lieber Wäre: Steuerberater, Trophäen-Zimmer von CR7 (Christiano Ronald, Anm. der Redaktion), Einbürgerungsbehörde von Kroatien“.
Am Ende mussten auch die Deutschen noch einstecken, obwohl sie erst wieder am Samstag spielen. Jemand setzte die schlechte Leistung gegen Mexiko mit dem Spiel der Argentinier gleich: „Argentinien ist immer wieder gegen Deutschland ausgeschieden. Dieses Jahr dachten sie sich: Spielen wir mal wie Deutschland.“

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!