Medien : Wächterpreis an Journalisten von drei Zeitungen

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Der renommierte Wächterpreis der Tagespresse 2007 geht an Journalisten vom „Hamburger Abendblatt“, der „Süddeutschen Zeitung“ sowie von der Lokalredaktion der „Westdeutschen Zeitung“ in Burscheid. Dies teilte die Stiftung „Freiheit der Presse“ am Donnerstag mit. Den ersten Preis in Höhe von 12 000 Euro erhalten die „Abendblatt“-Reporter Marion Girke und Christian Denso für ein „Lehrbeispiel für engagierten Journalismus und erstklassige Recherche“. Sie machten den Fall einer alten Dame aus der Nähe von Pinneberg öffentlich, die auf Antrag einer Behörde entmündigt worden war. Gegen alle Widerstände hätten die Journalisten deutlich gemacht, dass hinter dem skandalösen Einzelfall grobe Missstände im Betreuungswesen stünden, erklärte die Jury. Der zweite Preis (8 000 Euro) geht an Hans Leyendecker und Nicolas Richter von der „Süddeutschen Zeitung“, die den Fall des von der CIA entführten Deutsch-Libanesen Khaled el-Masri und das zögerliche Verhalten der Bundesregierung zum Thema machten. Den dritten Preis (6 000 Euro) erhält Ekkehard Rüger von der „Westdeutschen Zeitung“. Er recherchierte über den geplanten Besuch des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Burscheider Stadtwerke auf einer norwegischen Förderplattform. Die Reise sollte von zwei großen Energiekonzernen finanziert werden. Die Preise werden am 15. Mai im Kaisersaal des Frankfurter Römer verliehen. Die Auszeichnungen werden vom Jury-Vorsitzenden Hermann Rudolph, Herausgeber des Tagesspiegels, überreicht.dpa/Tsp

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