Zu meinem ÄRGER : Billige Witze über Martin Schulz

Hansjürgen Rosenbauer freut sich über die Phoenix-Berichterstattung zum SPD-Parteitag und ärgert sich über die Moderatorin des "Dschungelcamp"

Hansjürgen Rosenbauer
Hansjürgen Rosenbauer ist Vorsitzender des Medienrates der Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Hansjürgen Rosenbauer ist Vorsitzender des Medienrates der Medienanstalt Berlin-BrandenburgFoto: promo

Worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Während Phoenix hochprofessionell live über den Bundesparteitag der SPD berichtete, war in den Hauptprogrammen von ARD und ZDF nicht einmal Platz für einen vernünftigen Zusammenschnitt der Veranstaltung. So wie die Berichterstattung über Parteitage oder Debatten des Bundestages seit Langem als Zumutung fürs Publikum und als Quotenkiller gilt.

Und ich habe mich über den bei meedia.de wiedergegebenen billigen Witz der Moderatorin des „Dschungelcamp“ geärgert, die erklärte, Martin Schulz käme als Kandidat nicht infrage, man habe „gewisse Mindeststandards“. Mehr Politikverachtung geht kaum. Die AfD wird sich freuen!

Erfreuliches "Mittagsmagazin" des RBB

Gab es auch etwas, worüber Sie sich gefreut haben?

Ich freue mich schon jetzt auf die neue Woche mit dem „Mittagsmagazin“ vom RBB, das zeigt, wozu der Sender journalistisch in der Lage ist. Nicht Sparen als Unternehmensziel, sondern neue Ideen und Formate im Ersten und für die Region.

Und natürlich habe ich mich über den Start des media policy lab der Medienanstalt Berlin/Brandenburg als ein Instrument der Politikberatung gefreut.

Welche Homepage können Sie empfehlen?

Für Serienfans www.serienjunkies.de und für transatlantische Nachrichtenjunkies das „Morning Briefing“ der „New York Times“ und die NYT App.

Hansjürgen Rosenbauer ist Vorsitzender des Medienrates der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB).

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