Zu meinem ÄRGER : Nur zeigen, nicht einordnen

Nebensächlichkeiten aus dem reaktionären Raum und ein grotesker Staatschef. n-tv-Moderator Moritz Harms ordnet die Medienwoche ein.

Moritz Harms präsentiert auf n-tv die Doku-Reihe „Wir sind Geschichte“.
Moritz Harms präsentiert auf n-tv die Doku-Reihe „Wir sind Geschichte“.Foto: TV Now

Herr Harms, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Sagen wir es mal so, ich habe mich gewundert, dass die Kollegen von „Spiegel Online“ darüber berichten, dass die reaktionärste Partei des Landes eine Facebook-Gruppe unterstützt, die Greta doof findet. Wow. Whats next!?! Als vor zehn Jahren die StudiVZ-Gruppe „Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten“ 10 000 Mitglieder hatte, war das dem Medium noch keine Meldung wert.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich gefreut haben?

Ja, darüber, dass offensichtlich endlich die Zeit gekommen ist, in der alle Medien Trump einfach nur noch zeigen und nicht mehr auch noch einordnen müssen, um darzustellen, wie grotesk der Typ ist.

Was empfehlen Sie aus dem Internet?

Ich empfehle euphorisch den Podcast von Felix Lobrecht und Tommi Schmitt: Gemischtes Hack. Die Jungs sind so lustig, dass ich in der Bahn sitzend wiederholt laut loslachen muss, wenn ich die Jungs aufm Ohr habe.

Moritz Harms präsentiert auf n-tv die Doku-Reihe „Wir sind Geschichte“. Die nächste Folge am Dienstag (22 Uhr 10) beschäftigt sich mit dem Koreakrieg.

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