Zu meinem ÄRGER : Warum ein Smartphone?

Ariel Hauptmeier, Leiter des Reporter-Forums, hält strikte News-Diät und freut sich über Zettel hinter SUV-Scheibenwischer

Ariel Hauptmeier
Ariel Hauptmeier, 49, leitet das Reporter-Forum in Hamburg und die Reportageschule in Reutlingen.
Ariel Hauptmeier, 49, leitet das Reporter-Forum in Hamburg und die Reportageschule in Reutlingen.Foto: promo

Herr Hauptmeier, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Kleinigkeiten. Überhaupt halte ich eine strikte News-Diät. Frei nach dem Schweizer Autor Rolf Dobelli, der gesagt hat: „News sind für den Geist, was Zucker für den Körper ist: ein verführerisches Gift.“ Nahrhafter: Bücher, Essays, brillante Reportagen.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über eine Meldung aus der Münchner „Abendzeitung“, in meinen Twitter-Feed gespült. In München klemmen Unbekannte neuerdings Zettel unter die Scheibenwischer von SUVs, darauf: „Ihr Auto ist zu groß.“ Diese Art von Subversion macht mir Freude.

Welche App können Sie empfehlen?

Ich überlege, mein Smartphone gegen ein simples Telefon auszutauschen. Harald Welzer, in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“, hat dem neuen Schub gegeben. „Als Nicht-Smartphone-Besitzer bemerke ich, dass ich über viel mehr Zeit als meine Kollegen verfüge“, sagte er. „Sie kommen ja nicht dazu, einen klaren oder neuen Gedanken zu fassen, wenn Sie keine Freiräume haben.“ Das leuchtet mir ein. Bis dahin empfehle ich die Fitness-App Freeletics: ein Hochleistungs-Gym für die Hosentasche.