Zu meinem ÄRGER : Warum geht es nur mit Verboten?

Der gesunde Menschenverstand sollte klar überwiegen: Die Medienwoche im Blick von Schauspielerin Caroline Frier.

Caroline Frier
Caroline FrierFoto: picture alliance / Henning Kaise

Caroline Frier, Schauspielerin, „Schwester, Schwester – Hier liegen Sie richtig!“, zehn Folgen, jeden Donnerstag um 21 Uhr 45, RTL (produziert von Ufa Fiction).

Frau Frier, worüber haben Sie sich in den Medien in dieser Woche geärgert?
Am meisten hat mich die Diskussion über das Böllern an Silvester geärgert. Wir sollten meines Erachtens nach auch dank Greta und der Fridays-for-Future-Bewegung über diesen Diskussionspunkt hinaus sein. Auch wenn ich Verbote grundsätzlich schwierig finde, sollte der gesunde Menschenverstand in diesem Fall doch klar überwiegen. 

Gab es auch etwas, worüber Sie sich haben freuen können?
Um mich thematisch an die erste Frage anzuschließen: Es hat mich besonders gefreut, dass die Bewegung „Students for Future“ am Neujahrsmorgen eine Sammelaktion zur Müllentfernung am Kölner Rheinufer mobilisiert hat. Eine engagierte Truppe von Kindern bis Senioren hat stundenlang damit ihre Zeit verbracht, die Reste zahlloser Raketen, Böller, Wunderkerzen und Co. auf den Straßen und Grünflächen zu entfernen. Ich muss gestehen, dass ich die Aktion im Wortsinne verpennt habe, gelobe aber Besserung und werde mich beim nächsten Mal definitiv anschließen! 

Ihr Lieblings-Internet-Video?
Ich habe von meiner Schwester ein Video geschickt bekommen, in dem ein Mann ein „Silvester-Feuerwerk“ à la Model „Greta“ nachstellt. Er steht am Fenster, imitiert durch sein Pfeifen die aufsteigenden Raketen und lässt sie durch einen Schlag mit einem Sieb auf dem Fensterbrett „explodieren“, wobei man im Hintergrund das richtige Feuerwerk sehen kann. Ich habe mir das ungefähr fünfmal hintereinander angeschaut und nicht mehr aufgehört zu lachen!

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