Zum Nennwert von 95 Cent : Sonderbriefmarke für die Pressefreiheit

Mit einer Sonderbriefmarke will das Bundesfinanzministerium die Bedeutung der Pressefreiheit unterstreichen. Die 95-Cent-Marke wird am Freitag vorgestellt.

Die Sonderbriefmarke zur Pressefreiheit ist mit 95 Cent bepreist.
Die Sonderbriefmarke zur Pressefreiheit ist mit 95 Cent bepreist.Foto: Bundesfinanzministerium

Das Bundesfinanzministerium gibt eine Sonderbriefmarke zur Pressefreiheit heraus. Die Briefmarke - sie zeigt eine Hand mit einem Mikrofon, die durch eine durchbrochene Mauer gestreckt wird, hat einen Nennwert von 95 Cent. Die offizielle Vorstellung findet am Freitag in Meinigen im Bundesland Thüringen statt.

Die "Presse- und Meinungsfreiheit ist der Sauerstoff für ein freiheitliches, demokratisches Gemeinschaftsgefüge", heißt es auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums zur Einführung der Sonderbriefmarke. Die Pressefreiheit wird in Deutschland durch Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes geschützt. Darin heißt es: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Ein wichtiges Gut der Demokratie

Das Ministerium erinnert zudem daran, dass die Unesco einen Tag der Pressefreiheit eingeführt hat, der jährlich am 3. Mai begangen wird. Zudem wird ein weltweiter Preis für Pressefreiheit ausgelobt. "Diese Dinge zeigen, wie wichtig Presse- und Meinungsfreiheit im internationalen Kontext und im Zusammenhang für das Zusammenleben der Menschen sind. Mit dem Sonderpostwertzeichen ,Pressefreiheit' wollen wir die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Gut unserer Demokratie lenken."

Seriöser Journalismus habe beim Schutz unserer Demokratie eine überragende Bedeutung, unterstreicht das Finanzministerium. Deutschland unterstütze die Pressefreiheit weltweit durch zahlreiche Projekte und setze sich für das Thema in internationalen Gremien ein. "Denn die Pressefreiheit wird heute wieder als gefährdete Errungenschaft wahrgenommen, die es zu verteidigen gilt." In vielen Ländern wird Pressefreiheit nicht gewährleistet oder sie wird behindert oder eingeschränkt. Deutschland hat sich in der Rangliste 2019 der „Reporter ohne Grenzen“ inzwischen auf den 13. Platz von 180 Staaten verbessert.