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Messerattacke auf Rabbiner : Gouverneur spricht von „innerstaatlichem Terrorismus“

Bei einem Angriff im Haus eines Rabbiners sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. In letzter Zeit hatte antisemitische Gewalt stark zugenommen.

Passanten am Tatort in Monsey, New York.
Passanten am Tatort in Monsey, New York.Foto: REUTERS/Eduardo Munoz

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat den Messerangriff mit mindestens fünf Verletzten auf eine jüdische Feier im US-Bundesstaat New York als „innerstaatlichen Terrorismus“ bezeichnet. Der Vorfall solle als „Akt innerstaatlichen Terrorismus“ gewertet werden, sagte Cuomo am Sonntag bei einem Besuch des Tatorts laut Nachrichtensender CNN. „Lasst es uns als das bezeichnen, was es ist - diese Menschen sind heimische Terroristen“, sagte er in Hinblick auf den Angreifer und einige andere antisemitische Angriffe in der Gegend in den vergangene Wochen. „Hier trifft Intoleranz auf Illegalität.“

Bei dem Messerangriff auf eine Feier zum jüdischen Lichterfest im Haus eines Rabbis waren in der Nacht zum Sonntag in dem Ort Monsey etwa eine Autostunde nördlich der Metropole New York mindestens fünf Menschen verletzt worden. Der Angreifer flüchtete, konnte aber kurz darauf von der Polizei gefasst werden. Weltweit wurde der Angriff verurteilt.

Die Justizministerin des Bundesstaats, Letitia James, zeigte sich „zutiefst verstört“ ob des Vorfalls in Monsey und sicherte der jüdischen Gemeinschaft ihre Solidarität zu. Die Anti-Terror-Ermittler der New Yorker Polizei hielten sich nach eigenen Angaben ebenfalls über das Geschehen auf dem Laufenden.

Zunahme antisemitischer Gewalt in New York

In der Millionenmetropole New York waren erst kürzlich die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, nachdem es dort rund ein halbes Dutzend antisemitisch motivierter Angriffe während der Chanukka-Feierlichkeiten gegeben hatte. Mit dem mehrtägigen Lichterfest gedenken Juden jedes Jahr der Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

In New York lebt mit mehreren Hunderttausend Menschen eine der größten jüdischen Gemeinschaften der Welt. Ein Großteil der sogenannten Hassverbrechen in der Stadt wird Tätern mit antisemitischen Motiven zugeschrieben.

In den USA hat es in den vergangenen Jahren eine Zunahme antisemitischer Gewalt gegeben. Vor wenigen Wochen hatten zwei Angreifer in Jersey City sechs Menschen getötet. Der Mann und die Frau hatten zunächst nahe eines Friedhofs einen Polizisten erschossen. Sie fuhren dann zu einem jüdischen Lebensmittelgeschäft, eröffneten dort das Feuer und drangen in den Laden ein. Im Inneren des Geschäfts wurden die Frau des Besitzers, ein Mitarbeiter und ein Kunde getötet. (AFP, dpa)

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