Panorama : Am Sonntag Uhren umstellen

Energiespareffekt ist umstritten

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Braunschweig - Den Europäern steht am kommenden Wochenende die kürzeste Nacht des Jahres bevor: Zum Start der Sommerzeit werden in der Nacht zum Sonntag um 2 Uhr die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Nach der Umstellung bleibt es morgens länger dunkel, dafür ist es abends länger hell. Der Abstand zu New York und Washington beträgt dann wieder sechs Stunden. Die USA hatten die Sommerzeit früher eingeführt. Die Physikalisch- Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig hat bereits vor Wochen die impulsgebende Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt am Main programmiert. Von dort aus wird seit Einführung der Sommerzeit vor 27 Jahren ein Signal ausgestrahlt, das unter anderem Funkuhren in ganz Europa empfangen können.

Auch die Leitstände von Kraft- und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, rund 50 000 Verkehrsampeln, TV- Sender und die Bahn AG verlassen sich auf das sogenannte Zeittelegramm des PTB-Senders. „Die Umstellung ist für uns längst Routine, es hat noch nie eine Panne gegeben“, sagte PTB-Sprecher Jens Simon. Die halbjährliche Umstellung der Uhren wurde mit der Ölkrise 1973 zunächst in Frankreich eingeführt, um Energie zu sparen. Ob dadurch tatsächlich Energie eingespart wird, ist allerdings unter Experten umstritten. dpa

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