Autokorso in Lübeck und Glinde : Großhochzeit ruft Polizei auf den Plan

Bei einem Autokorso in Schleswig-Holstein kam es zu zahlreichen Rechtsverstößen. Die Fahrer der Luxus-Autos sollen mit einem Berliner Clan in Verbindung stehen.

Die Polizei mit Blaulicht (Symbolbild).
Die Polizei mit Blaulicht (Symbolbild).Foto: Sebastian Gabsch/PNN

Eine Großhochzeit mit geplantem Autokorso hat am Samstag in Lübeck und Glinde die Polizei auf den Plan gerufen, die eine Reihe von Rechtsverstößen ahndete. Zu der Hochzeit wurden bis zu 800 Gäste erwartet. Unter anderem stellte die Polizei einen Ferrari sicher, nach dem gefahndet wurde, und zog einen Mercedes CLS aus dem Verkehr, an dem technische Veränderungen vorgenommen worden waren.

Bei dem Autokorso in Lübeck am Nachmittag fuhren rund 30 Fahrzeuge durch die Stadt, überquerten dabei rote Ampeln und behinderten andere Verkehrsteilnehmer. Bei der anschließenden Fahrt über die Autobahn nach Glinde am Hamburger Stadtrand wurde der Korso in kleine Gruppen geteilt. In Glinde kontrollierte die Hamburger Einsatzgruppe „Autoposer“ die Fahrzeuge der Hochzeitsgäste. Sie leitete fünf Bußgeldverfahren ein und erhob in 33 Fällen Verwarnungsgelder. Darüber hinaus wurden zehn Kontrollberichte wegen technischer Mängel oder nicht mitgeführter Papiere ausgestellt.

Auch ein goldener Lamborghini, den die Polizei in Hamburg schon einmal aus dem Verkehr gezogen hatte, wurde bei der Hochzeit kontrolliert, entsprach aber mittlerweile den Zulassungsbedingungen. Die Fahrer der auffälligen und teuren Autos und die Gäste sollen nach Medienberichten zum Teil mit einem türkisch-kurdischen Clan in Berlin in Verbindung stehen. (dpa)

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