Dieuze in Ostfrankreich : Gendarm schießt mit Messer bewaffneten Mann nieder

Im französischen Dieuze geht ein 19-Jähriger mit einem Messer auf einen Polizisten los. Zuvor soll ein Anrufer im Namen des IS ein Massaker angedroht haben.

Der Tatort: Die Gendarmerie von Dieuze
Der Tatort: Die Gendarmerie von DieuzeFoto: AFP/Jean-Christophe-Verhaegen

Ein Gendarm hat nach Medienberichten im ostfranzösischen Dieuze einen 19-Jährigen niedergeschossen, der ihn mit einem Messer bedroht hatte. Der Vorfall habe sich in der Gendarmerie ereignet, berichtete unter anderem der Sender France 3 unter Berufung auf die Behörden. Ermittler schlössen einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Der Angreifer liege mit Bauchschüssen verletzt im Krankenhaus, der Gendarm habe leichte Schnittverletzungen an der Hand erlitten, hieß es. Der örtliche Staatsanwalt, Christian Mercuri, erklärte, dass vor dem Vorfall jemand telefonisch im Namen der Terrormiliz Islamischer Staates mit einem Massaker in Dieuze gedroht habe. Dieuze ist eine Kleinstadt rund 70 Kilometer von Saarbrücken entfernt.

Auf der Suche nach dem Tatmotiv prüfen die Behörden nun einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Angriff und dem Anruf. Bei dem Angreifer soll es sich um einen Mann handeln, der gerade erst in die Armee eingetreten war, wie die Zeitung „Dernières Nouvelles d'Alsace“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft schrieb. Die Staatsanwaltschaft Metz sei mit der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft Paris in Kontakt. (dpa)

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