Einbruch in Grünes Gewölbe : Polizei sucht mit Fluchtfahrzeug-Foto nach neuen Hinweisen

Weiß jemand etwas zum Auto der Täter? Haben Touristen zufällig verdächtige Personen gefilmt? Die Ermittler in Dresden bitten Zeugen um Hilfe.

Auf der Flucht: Von der Veröffentlichung dieses Fotos erhofft sich die Dresdner Polizei neue Hinweise auf die Kunstdiebe.
Auf der Flucht: Von der Veröffentlichung dieses Fotos erhofft sich die Dresdner Polizei neue Hinweise auf die Kunstdiebe.Foto: Polizei Dresden

Nach dem spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden Ende November setzen die Ermittler jetzt verstärkt auf die Mithilfe von Zeugen. Sie veröffentlichten ein Foto des Fluchtfahrzeugs, das von einer Überwachungskamera gemacht wurde, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Dresden mitteilten. Bei dem Auto handele sich um einen hellen Audi A6 mit dunklem Dach.

Die Polizei hat im Internet ein Hinweisportal eingerichtet. Die mutmaßlichen Täter hatten das Fahrzeug kurz nach der Tat in einer Dresdner Tiefgarage verbrannt.

Zudem gehen die Ermittler den Angaben zufolge davon aus, dass sich die Einbrecher intensiv auf ihre Tat vorbereitet und dabei höchstwahrscheinlich auch den späteren Tatort ausspioniert haben. Es würden daher vor allem Touristen um Übermittlung von Fotos oder Videos gebeten, die seit Anfang Oktober im historischen Grünen Gewölbe und der Umgebung entstanden sind. Die neuen Fahndungsansätze sollten demnach am Mittwochabend auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorgestellt werden.

Unbekannte waren am frühen Morgen des 25. November gewaltsam durch ein vergittertes Fenster in das Grüne Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eingedrungen. Innerhalb von Minuten zertrümmerten sie dort mit einer Axt eine Glasvitrine und stahlen gut ein Dutzend Teile von drei historischen Juwelengarnituren aus der Zeit August des Starken. Auf Videoaufnahmen sind zwei Täter zu sehen.

Insgesamt geht die eigens eingerichtete Sonderkommission „Epaulette“ von vier Tätern aus. Für Hinweise, die zu deren Ergreifung führen, wurde eine Belohnung von 500.000 Euro ausgesetzt. (epd)

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