Entführung : Touristen in Äthiopien verschleppt

Im als unsicher geltenden Norden Äthiopiens sind mehrere ausländische Touristen entführt worden. Nach Angaben des Reiseveranstalters handelt es sich um elf Franzosen und drei Briten. Deutsche sollen nicht betroffen sein.

Addis Abeba/Berlin - "Es gab eine Entführung, das ist sicher", sagte der französische Botschafter Stéphane Gompertz. Nach Angaben des äthiopischen Reiseveranstalters Origins Ethiopia handelt es sich um elf Franzosen und drei Briten, die in getrennten Konvois in der Region Afar unterwegs waren. Die Nationalität der Vermissten wurde von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt.

Es sei nicht klar, ob tatsächlich Franzosen unter den Entführten waren, sagte Gompertz. Auch das Außenministerium in London prüfte nach eigenen Angaben die Berichte. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, Deutsche befänden sich nach bisherigen Informationen nicht unter den Entführten.

Die Region Afar, die auch Danakil genannt wird, wird von den äthiopischen Behörden als unsicher eingestuft. Den Angaben zufolge überfallen Nomadengruppen in dem Gebiet häufig Reisende. Aus diesem Grund dürfen Reisegruppen nur in Polizeibegleitung in das Gebiet fahren; auch die vermissten Touristen wurden nach Angaben des Reiseveranstalters von Polizisten begleitet. 2004 verschwand in Afar eine französische Touristin; sie wird bis heute vermisst. (tso/AFP)

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