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Heidelberg-Emmertsgrund : Polizei findet drei Leichen in einem Heidelberger Hochhaus

Schüsse hallen am Dienstagabend durch ein Hochhaus in Heidelberg. Dann liegen drei Tote in einer Wohnung. Der Vater soll für die Taten verantwortlich sein.

In diesem Hochhaus fanden Polizisten drei Leichen in einer Wohnung im 15. Stock.
In diesem Hochhaus fanden Polizisten drei Leichen in einer Wohnung im 15. Stock.Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach dem Fund von drei toten Mitgliedern einer Familie in einem Heidelberger Hochhaus glauben die Ermittler, dass der 71-jährige Familienvater für die Taten verantwortlich ist. Es sei davon auszugehen, dass der Mann seine Ehefrau und den gemeinsamen Sohn (43) umgebracht habe. Danach habe der Mann sich selbst getötet. In der Wohnung wurde eine Pistole gefunden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Der Mann hatte den Angaben zufolge eine Waffenbesitzkarte. Dabei handelt es sich um eine Genehmigung zum Kauf und Besitz von erlaubnispflichtigen Waffen.

Die drei Toten waren in der Nacht zum Mittwoch in der Wohnung des Ehepaars in einem Hochhaus im Stadtteil Emmertsgrund gefunden worden. Der Sohn wohnte nach Auskunft der Ermittler nicht bei seinen Eltern.
Eine Bewohnerin Schüsse hatte die Schüsse gehört. Sie vermutete das Schlimmste - und rief die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei war Anwohnern zufolge mit rund zwanzig Fahrzeugen und einem Hubschrauber angerückt. Auch Polizeihunde waren im Einsatz und mehrere Rettungswagen.

Um 0.30 Uhr drangen die Einsatzkräfte mit schwarzen Helmen und Schutzwesten in die Wohnung im obersten Stock, sprengten zwei Türen auf. Anwohner sagten, sie hörten einen lauten Knall.

Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich um den Wohnkomplex im Stadtteil Emmertsgrund großräumig ab. Der Hausmeister sagte, die Polizei sei in dem Mehrfamilienhaus öfter im Einsatz. Die Gegend gilt als sozialer Brennpunkt. Der etwa 200 Hektar große Stadtteil liegt südöstlich der bei Touristen beliebten Heidelberger Altstadt. Hochhäuser sind dort typisch.

Wegen der in den 1960er Jahren bestehenden Wohnungsnot war den Angaben zufolge damals beschlossen worden, eine Großwohnsiedlung mit Tausenden Wohnungen zu bauen. 1973 wurden demnach die ersten dieser Gebäude in Emmertsgrund fertig gestellt. Den einen Emmertsgrund gebe es aber nicht, wird auf der Homepage betont. „Der Stadtteil besteht aus verschiedenen Quartieren, die sich erheblich voneinander unterscheiden.“ (dpa)

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