Das Zittern um die Dämme geht weiter.

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Hochwasser : Deggendorf versinkt in den Fluten
Hochwasser in Deggendorf.
Hochwasser in Deggendorf.Foto: dpa

Halten die verschiedenen Dämme oder nicht? Diese Frage quälte die Betroffenen den ganzen Tag über. Zwei sind schon gebrochen, die Ortschaften in der Umgebung mussten evakuiert werden. Um einen Damm bei Osterhofen wurde noch gerungen. Bayerns Ministerpräsident Seehofer, der die Region gestern besuchte, war sichtlich erschüttert nach einem Hubschrauberflug über die Hochwasser-Seenplatte. Die Lage sei „unbeschreiblich schlimm“, sagte er. Betroffene Familien und Kleinunternehmer sollen als erste Hilfe in den nächsten Tagen je 1500 Euro erhalten. Doch Seehofer bezweifelt, ob das reicht.

Schaulustige zieht es ans Hochwasser

Verärgerung verursachten die vielen Schaulustigen, die es zum Hochwasser nach Straubing, Deggendorf oder Passau zieht. Dort kann man solche Besucher überhaupt nicht gebrauchen, sagt Markus Mühlbauer vom Landratsamt Straubing. „Katastrophentouristen gefährden sich und die Bewohner, blockieren die verbliebenen Zufahrtsstraßen und behindern die Arbeit der Rettungshelfer.“

Hochwasser in Deutschland
Das Hochwasser geht, der Schaden bleibt. Wie hier auf der Bundesstraßee 188 bei Kabelitz (Sachsen-Anhalt).Weitere Bilder anzeigen
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27.06.2013 21:23Das Hochwasser geht, der Schaden bleibt. Wie hier auf der Bundesstraßee 188 bei Kabelitz (Sachsen-Anhalt).

In Straubing, das oberhalb von Deggendorf liegt, ist die Lage auch weiter angespannt. Regensburg vermeldet sinkende Pegel. Gleiches gilt für Passau, allerdings geht das Wasser dort nur langsam zurück. Die Bewohner der nicht mehr überfluteten Gebiete beginnen allmählich mit den Aufräumarbeiten. Die Passauer Altstadt allerdings steht weiterhin unter Wasser.

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