LKA holt Personal von außen : Polizei NRW muss immer mehr Kinderpornos sichten

Das Landeskriminalamt NRW stellt 24 neue Arbeitskräfte ein, um Kinderpornografie zu sichten. Es geht auch um Material im Fall Lügde.

Das Landeskriminalamt (LKA) der Polizei Nordrhein-Westfalen.
Das Landeskriminalamt (LKA) der Polizei Nordrhein-Westfalen.Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Zum Sichten kinderpornografischen Materials sucht die Polizei in Nordrhein-Westfalen Hilfe auch ohne kriminalistische Erfahrung. Das Landeskriminalamt (LKA) stellt 24 Arbeitskräfte ein. Hintergrund sind laut LKA immer weiter steigende Datenmengen, bei deren Bewertung man nicht mehr hinterherkomme. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst berichtet. Laut LKA gab es Pläne für diese Initiative bereits vor dem Bekanntwerden des massenhaften Missbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde bei Bielefeld. Fast 150 Bewerbungen sind für die Stellen eingegangen.

Sven Schneider vom Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA sagte der „Rheinischen Post“: „Das sind keine Polizisten. Es sind Leute, die wir vom freien Arbeitsmarkt nehmen und als Tarifbeschäftigte einstellen.“ In der Ausschreibung wurde unter anderem eine abgeschlossene Ausbildung im IT-, Büro-, oder Verwaltungsbereich mit guter Abschlussnote oder ein Studium verlangt. Das Auswahlverfahren läuft laut LKA noch, es soll bald abgeschlossen werden.

Auf einem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg zahlreiche Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen wirft die Staatsanwaltschaft in der Anklage 293 Fälle vor. Untersucht werden in dem Fall viele tausend Bild- und Videodateien. (dpa)

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