Malaysia-Airlines-Maschine : US-Firma will bei MH370-Suche letzten Versuch unternehmen

Eine US-Firma will einen weiteren Suchlauf der vermissten Malaysia-Airlines Maschine starten. Die Suche nach dem Wrack des Flugzeugs war am Dienstag offiziell eingestellt worden.

Die Suche nach dem Wrack der Boeing 777-200 war erst am Dienstag eingestellt worden.
Die Suche nach dem Wrack der Boeing 777-200 war erst am Dienstag eingestellt worden.Foto: Reuters/ Tomasz Bartkowiak

Die Suche nach dem Wrack des vermissten Malaysia-Airlines-Flugs MH370 ist auch nach dem offiziellen Ende noch nicht ganz vorbei. Die US-Privatfirma Ocean Infinity bestätigte am Freitag, dass sie noch einen letzten Versuch machen wolle, die Boeing 777 auf dem Grund des südlichen Indischen Ozeans zu finden. Dazu sei ein Boot auf dem Weg zu einer Stelle, wo ein chinesisches Schiff bereits vor vier Jahren ein Signal ausgemacht hatte.

Die Maschine war im März 2014 auf einem Flug von Malaysia nach China plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Vom Rumpf der Maschine und den 239 Menschen, die an Bord waren, fehlt jede Spur. Bislang wurden nur zwei Dutzend Wrackteile an verschiedenen Küsten angeschwemmt. Das Verschwinden der Maschine gehört zu den größten Rätseln der Luftfahrtgeschichte.

Mangels konkreter Aussichten auf Erfolg war die Suche am Dienstag offiziell für beendet erklärt worden. Ocean-Infinity-Sprecher Mark Antelme sagte der dpa nun jedoch, man werde „noch ein paar Tage“ weitermachen. Das US-Unternehmen hatte mit Malaysia eine Vereinbarung geschlossen, wonach sie etwa 60 Millionen Euro bekommt, wenn sie die Maschine entdeckt. Andernfalls geht sie leer aus.

Das Verschwinden der Boeing hat sich längst zu einem der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte entwickelt. Inzwischen gibt es Dutzende Bücher darüber, was an jenem 8. März 2014 passiert sein könnte. Auch über einen Selbstmord des Piloten wurde immer wieder spekuliert. Erst im Mai stellte der kanadische Luftfahrtexperte Larry Vance sein Buch "MH370-Mystery Solved" ("MH370-Rätsel gelöst") mit der These des Selbstmordpiloten vor. Fachleute zweifeln jedoch an seinem Erklärungsansatz und werfen ihm vor, sich die Fakten zurechtzulegen. (dpa)

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