Messerangriff in Hamburg : Angeklagter gesteht Mord an Ex-Partnerin und Tochter

Vor einem halben Jahr hatte ein Mann seine Ex-Partnerin und seine Tochter am Hamburger Jungfernstieg getötet. Jetzt begann der Prozess mit einem Geständnis.

Blumen, Briefe und ein Stofftier liegen auf dem S-Bahn Steig Jungfernstieg zum Gedenken an die zwei Opfer einer tödlichen Messerattacke.
Blumen, Briefe und ein Stofftier liegen auf dem S-Bahn Steig Jungfernstieg zum Gedenken an die zwei Opfer einer tödlichen...Foto: Christian Charisius/dpa

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat der Prozess gegen einen 34-Jährigen begonnen, der vor einem halben Jahr in Hamburg seine Tochter und seine Ex-Partnerin erstochen hat. Die Tat am S-Bahnhof Jungfernstieg hatte bundesweit Betroffenheit ausgelöst. Der Mann aus dem westafrikanischen Niger ließ seinen Verteidiger am Donnerstag zu Prozessbeginn ein knappes Geständnis verlesen. Darin gab er die Tat zu und erklärte, er bete für sein Kind und seine Ex-Partnerin. Was er getan habe, sei „bei Gott eine Sünde“ gewesen.

Der Mann verletzte die Frau, eine Deutsche, und seine einjährige Tochter am 12. April vor den Augen vieler wartender Fahrgäste auf dem Bahnhof mit einem Messer tödlich. Der Attacke soll ein Sorgerechtsstreit vorausgegangen sein. Immer wieder soll der Mann seiner Ex-Freundin gedroht haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-Jährigen zweifachen Mord vor. Die Richter haben 15 Verhandlungstage bis Dezember angesetzt. 18 Zeugen und drei Sachverständige sind nach Angaben eines Sprechers geladen. (dpa)

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