Mindestens acht Verletzte : Schwere Waldbrände wüten im Zentrum Portugals

Mehr als tausend Feuerwehrleute versuchen die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Winde und hohe Temperaturen erschweren die Löscharbeiten.

Besorgniserregend ist die Lage in Vila de Rei.
Besorgniserregend ist die Lage in Vila de Rei.Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP

Bei schweren Waldbränden im Zentrum Portugals sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Ein Mann habe schwerste Brandverletzungen erlitten und sei in eine Klinik in Lissabon geflogen worden, berichtete die Zeitung „Público“ unter Berufung auf die Behörden.

Mehr als tausend Feuerwehrleute bekämpften am Sonntag die Flammen in den Kreisen Vila de Rei, Mação und Sertã rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Lissabon, teilte der Zivilschutz mit.

Besorgniserregend sei die Lage in Vila de Rei, wo die Flammen noch außer Kontrolle gewesen seien, hieß es. Wegen der Brände sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Wochenende alle seine Termine ab. Das Staatsoberhaupt verfolge die Brandbekämpfung, teilte das Präsidialamt mit.

Die Flammen loderten nur rund 20 Kilometer vom Kreis Pedrógão Grande entfernt, wo im Juni 2017 verheerende Brände 64 Menschen das Leben kosteten. Es war die schlimmste Katastrophe in der jüngeren Geschichte Portugals.

Die starken Winde und die hohen Temperaturen von bis zu 35 Grad erschwerten derweil den amtlichen Angaben zufolge die Bekämpfung der seit Samstagnachmittag wütenden Flammen. Im Fernsehen beklagte sich ein Bewohner von Mação, es seien nicht genug Feuerwehrleute im Einsatz. „Wir selbst müssen die Flammen mitbekämpfen“, sagte er. Auch der Bürgermeister von Vila de Rei, Ricardo Aires, behauptete, es mangele an Personal und an Mitteln. (dpa)

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