Organisierte Kriminalität : Polizei gelingt Schlag gegen internationalen Waffenhandel

Gemeinsam gingen Ermittler aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz gegen bandenmäßigen Waffenhandels. Sie stellten Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition sicher.

Ein Polizist hält ein Foto in der Hand, das das Ergebnis einer Aktion gegen illegalen Waffenhandel zeigt.
Ein Polizist hält ein Foto in der Hand, das das Ergebnis einer Aktion gegen illegalen Waffenhandel zeigt.Foto: Felix Kästle/dpa

Ermittlern ist ein Schlag gegen den internationalen illegalen Waffenhandel gelungen. Bereits im November vergangenen Jahres gab es im Rahmen der Zusammenarbeit von Behörden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz Durchsuchungen und Festnahmen, wie die Staatsanwaltschaften Stuttgart und Hechingen sowie die Polizei in Tuttlingen am Mittwoch mitteilten. Zwei Männer wurden demnach in Deutschland festgenommen. Die beiden Haftbefehle wurden aber inzwischen gegen Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Ermittlungen wegen grenzüberschreitenden, bandenmäßigen Waffenhandels hatten im Juni 2017 begonnen. Auslöser waren Hinweise aus Frankreich. In Absprache mit den Behörden in Frankreich und Österreich wurden am 9. November acht Wohnungen im Raum Ludwigsburg und Stuttgart sowie in Nürnberg durchsucht.

Dabei wurden ein 61-jähriger Mann und sein 37 Jahre alter Sohn als Hauptverdächtige festgenommen. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem elf Pistolen und Revolver, 1500 Schuss Munition, rund 100.000 Euro Bargeld sowie verschiedene Datenträger.

In Österreich wurden am selben Tag zwei Verdächtige festgenommen. Bei den Durchsuchungen im Nachbarland fanden die Ermittler in Vorarlberg 26 Faustfeuerwaffen, sechs Langwaffen und mehr als 200 Kilogramm Munition sowie in Niederösterreich mehr als 120 Lang- und Faustfeuerwaffen, hundert Stichwaffen und Munition.

Es fanden sich den Ermittlern zufolge keine Hinweise darauf, dass die in Deutschland und Österreich beschlagnahmten Waffen für Straftaten eingesetzt wurden. Die Ermittlungen dauern allerdings noch an. (AFP/dpa)

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