Prozessauftakt : Kaffee und Plätzchen vergiftet? Krankenschwester bestreitet Vorwurf

Eine Krankenschwester aus Hessen soll Kollegen in der Teeküche Vergiftetes angeboten haben. Fünf Personen waren betroffen, eine geriet Lebensgefahr.

Die Krankenschwester soll Gebäck vergiftet haben (Symbolbild).
Die Krankenschwester soll Gebäck vergiftet haben (Symbolbild).Foto: imago/Westend61

Eine Krankenschwester hat vor dem Landgericht Gießen über ihren Verteidiger bestritten, ihre Kollegen mit hochdosierten Schlaf- und Beruhigungsmitteln vergiftet zu haben. „Sie hat gegen niemanden irgendetwas gehabt und hat das nicht getan“, erklärte der Rechtsanwalt der 53-Jährigen zum Prozessauftakt am Montag.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen vor, im September 2017 sowie im März 2019 Kaffee und selbst gebackene Plätzchen mit den Arzneien versetzt und ihren Kollegen in der Teeküche eines Krankenhauses in Bad Nauheim (Hessen) aufgetischt zu haben.

Die Krankenschwester, die im September verhaftet wurde, ist unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und in einem Fall wegen versuchten Mordes angeklagt.

Fünf Kollegen bekamen laut Anklage gesundheitliche Probleme von Schwindelattacken bis hin zu Bewusstlosigkeit; ein Opfer geriet in Lebensgefahr. Laut hessenschau.de waren in einer Mülltonne der Frau eine Verpackung des Schlafmittels gefunden worden sowie Medikamentenspuren an einem Mixer.

Die Vergiftungen betrafen Personen aus der Ärzteschaft, der Pflege und dem Reinigungspersonal. (dpa/Tsp)

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