Regen hilft Feuerwehr in Australien : Sydney erlebt den „nassesten Tag seit vier Monaten“

Es gibt Erleichterung für die Feuerwehr in Australien. Durch Regen werden die Feuer in den Brandgebieten zumindest etwas eingedämmt.

Es regnet! Und dann gleich ziemlich heftig: Freitag in Sydney.
Es regnet! Und dann gleich ziemlich heftig: Freitag in Sydney.Foto: AAP Image/Bianca De Marchi/via REUTERS

In einigen australischen Brandgebieten hilft starker Regen bei den Löscharbeiten. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. „Ich denke, es hat einen deutlichen moralischen Auftrieb für Feuerwehrleute und Bewohner gegeben“, sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven am Freitag.

In den Blue Mountains: Verbrannter Wald spiegelt sich in einer durch den jüngsten Regen entstandenen Pfütze.
In den Blue Mountains: Verbrannter Wald spiegelt sich in einer durch den jüngsten Regen entstandenen Pfütze.Foto: AAP Image/Dan Himbrechts/via REUTERS

Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: „Gleich wieder da. Sind draußen beim Pfützen-Hüpfen!!“ In New South Wales lag die Zahl der Feuer bei unter 80, im benachbarten Victoria waren es 17. Dort lösten Blitze auch einige neue Brände aus.

Für Sydney meldete der Sydney Morning Herald „den nassesten Tag seit vier Monaten“ – mit Überschwemmungen, die für Unterbrechungen im Berufsverkehr der Stadt sorgten. Bis Sonntag wird weiterer Regen erwartet. Die Luftqualität sei im Osten der Stadt aufgrund der Feuer nach wie vor „gefährlich“.

Trauerfeier für getöteten Feuerwehrmann

Allmählich werden die Folgen der monatelangen Feuer in Australien greifbarer. In der Nähe von Sydney richteten die Flammen in den Unesco-geschützten Wäldern großen Schaden an. Um die 80 Prozent der Blue Mountains sei von den Feuern in unterschiedlicher Stärke getroffen worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Umweltbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Ganz sicher sei das alles noch nicht.

Am Freitag gab es im südöstlichen Holbrook eine Trauerfeier für einen 28 Jahre alten Feuerwehrmann. Er war ums Leben gekommen, als sein Löschfahrzeug sich in einem Feuertornado überschlug. Auch der australische Premierminister Scott Morrison kam zu der Feier.

Der Rauch soll laut der Wettervorhersage am Wochenende auch wieder nach Melbourne ziehen. Dort beginnen am Montag die Australian Open. Die schlechte Luft hatte den Tennisspielern in der Qualifikationsrunde große Probleme gemacht. Die Organisatoren sahen sich heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt. (dpa/Tsp)

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