Schleuserkriminalität im Großraum Leipzig : Razzia gegen mutmaßliche Scheinehen-Bande

Die Bundespolizei ermittelt in einem Großeinsatz gegen Schleuser. Sie sollen Inder und Pakistanis an Frauen vermittelt haben, die mit ihnen verheiratet wurden.

Ein Mitarbeiter der Polizeibehörde steht vor einem Restaurant in der Südvorstadt. Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen.
Ein Mitarbeiter der Polizeibehörde steht vor einem Restaurant in der Südvorstadt. Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei...Foto: Sebastian Willnow/dpa

Mit einem Großeinsatz ist die Polizei gegen eine mutmaßliche Bande vorgegangen, die mit Hilfe von Scheinehen zahlreiche Menschen nach Deutschland geschleust haben soll. In vier Bundesländern, Sachsen, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz, seien am Mittwoch insgesamt über 500 Polizisten gegen mehr als 60 Beschuldigte vorgegangen, wie MDR aktuell in Halle berichtete. Schwerpunkt des Einsatzes sei der Großraum Leipzig.

Nach Informationen des MDR werden alle Beschuldigten aus Sachsen und Thüringen am Flughafen Leipzig/Halle gesammelt und erkennungsdienstlich erfasst.

Den mutmaßlichen Schleusern wird vorgeworfen, vor allem für Inder und Pakistanis Scheinehen mit osteuropäischen Frauen vermittelt zu haben. Die Männer konnten so dauerhaft in Deutschland bleiben. Die Vermittlung habe etwa zwischen 15.000 und 22.000 Euro gekostet, so der MDR. Die Bande habe auf diesem Weg hohe kriminelle Erträge erwirtschaften können. (epd)

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