Schüsse an russischer Berufsschule : Zwei Tote und drei Verletzte – Streit als Motiv vermutet

Im Osten Russlands hat ein 19-Jähriger am Donnerstag das Feuer auf seine Mitschüler in einer Berufsschule eröffnet. Der Täter nahm sich anschließend das Leben.

Blaulicht der Polizei (Symbolbild).
Blaulicht der Polizei (Symbolbild).Foto: Sebastian Gabsch PNN

Ein Berufsschüler hat in einem College im äußersten Osten Russlands einen Mitschüler und sich selbst erschossen. Zuvor hatte der 19-Jährige drei Auszubildende in der Berufsschule für Bauwesen und Kommunalwirtschaft mit Schüssen verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Blagoweschtschensk im Amur-Gebiet an der Grenze zu China. Die Verletzten würden im Krankenhaus behandelt, sagte der örtliche Polizeichef Sergej Tschebarjow. Die Hintergründe der Bluttat waren zunächst unklar. Vermutet wurde ein Streit unter den Berufsschülern.

Ein junger Mann hatte nach Darstellung von Tschebarjow eine Polizeistreife auf der Straße über die Schüsse an der Schule informiert. Als die Beamten dort eintrafen, sei es zu einer Schießerei gekommen. Demnach feuerte der Berufsschüler erst auf die Beamten, die dann zurückschossen und den jungen Mann in einem Klassenzimmer isolieren konnten. Dort soll sich der Auszubildende selbst erschossen haben. Die Polizisten wurden den Angaben nach nicht verletzt. In dem Gebäude fanden sie die Leiche eines 19-Jährigen sowie drei Verletzte im Alter von 17, 19 und 20 Jahren. Die übrigen Schüler und Lehrer konnten sich während des Polizeieinsatzes in Sicherheit bringen.

Wie russische Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet, sind in den letzten Jahren Angriffe von Schülern auf Gleichaltrige und Lehrer in Russland häufiger geworden. Im Jahr 2018 ereigneten sich in Perm, Sterlitamak, Ulan-Ude, Volsk und Saratow gewaltsame Zwischenfälle. Die größte Zahl der Opfer wurde durch den Angriff in Kertsch auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim verursacht. Ein Student hatte dort 2018 eine Bombe zur Explosion gebracht hat. 21 Menschen starben, 67 wurden verletzt. (Tsp/dpa)

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