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Schweiz : Entgleister ICE in Basel: Fachleute sicherten Spuren

Die Ursache für das Zug-Unglück im Bahnhof Basel sind noch nicht geklärt. Der ICE aus Hamburg, der am Montag teilweise entgleist war, wird untersucht. Deutsche Reisende müssen keine Verspätungen befürchten.

Ein teilweise entgleister ICE der Deutschen Bahn steht am 29.11.2017 im Einfahrtsbereich des Bahnhofs in Basel in der Schweiz.
Ein teilweise entgleister ICE der Deutschen Bahn steht am 29.11.2017 im Einfahrtsbereich des Bahnhofs in Basel in der Schweiz.Foto: dpa/ Georgios Kefalas

Einen Tag nach dem Entgleisen eines ICE-Zuges im Bahnhof Basel ist der Fernverkehr in der Schweiz weiter beeinträchtigt. Reisende müssten auch am Donnerstag mit längeren Fahrzeiten rechnen, teilten die Schweizer Bundesbahnen (SBB) mit. Die Ursache des Unglücks war noch unklar. Fachleute ermittelten und sicherten Spuren. Die Bergung gehe weiter, hieß es. Ein Kran sollte im Lauf des Tages die entgleisten Waggons auf die Schienen heben. Danach werden die Schäden am Gleisbett begutachtet. Reisende in Deutschland müssen nicht mit Behinderungen im Fernverkehr rechnen. „Ausfälle oder Verspätungen gibt es keine“, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Aus Deutschland kommende Züge enden in Basel Badischer Bahnhof - dieser Fernbahnhof in der Grenzstadt wird von der Deutschen Bahn betrieben. Reisende können mit der Straßenbahn zum Bahnhof Basel SBB weiterfahren.

Der ICE aus Hamburg ist am Mittwoch bei der Einfahrt in Basel teils entgleist. Kurz hinter der Schweizer Grenze seien um kurz nach 17.00 Uhr drei Waggons aus den Schienen gesprungen. Auch ein Fahrleitungsmast sei beschädigt worden teilten die SBB mit, der Bahnhof war deshalb ohne Strom. Der Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke war unterbrochen. Die rund 500 Passagiere an Bord hätten den Zug durch die vorderen Wagen verlassen können, die bereits am Bahnsteig waren. Niemand sei nach ersten Erkenntnissen verletzt worden. Wie es zu dem Unglück kam, blieb zunächst offen.

Der ICE 75 war laut Kursbuch um 10.07 Uhr in Hamburg Altona gestartet und fuhr unter anderem über Hannover, Kassel Frankfurt und Freiburg Richtung Schweiz. Er hätte über Zürich nach Chur weiterfahren sollen.

Im Mai war auch am Dortmunder Hauptbahnhof ein ICE entgleist. Dabei wurden mehrere Weichen zerstört. Bei dem Unfall waren zwei Menschen leicht verletzt worden. Die Reparatur der Gleise hatte mehr als drei Wochen gedauert.

In der Schweiz gab es im September einen Schienenunfall, als auf einer Regionalbahnstrecke zwischen Disentis und Andermatt beim Rangieren eine Lokomotive auf mehrere Waggons der Matterhorn-Gotthard-Bahn prallte. 33 Menschen wurden leicht verletzt.
(dpa)

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