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St. Petersburg : Putin spricht nach Explosion von "terroristischer Tat"

13 Menschen waren am Mittwochabend bei einer Explosion in St. Petersburg verletzt worden. Russlands Präsident Putin spricht von einem Terrorakt.

Ein Polizist bewacht den Unglücksort - einen Supermarkt in St. Petersburg.
Ein Polizist bewacht den Unglücksort - einen Supermarkt in St. Petersburg.Foto: Anton Vaganov/Reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Explosion eines Sprengsatzes in einem Supermarkt in St. Petersburg als Terrorakt bezeichnet. "Gestern ist in St. Petersburg eine terroristische Tat verübt worden", sagte Putin am Donnerstag in Moskau. Bei der Explosion waren am Mittwochabend 13 Menschen verletzt worden.

Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit, sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Metallteilen gespickt gewesen.

Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Kein mögliches Motiv werde ausgeschlossen, sagte Petrenko, nachdem es zunächst geheißen hatte, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen.

Nach Augenzeugenberichten war die Bombe in Schließfächern nahe den Kassen eines Supermarkts versteckt. „Es gab einen lauten Knall, und die Erde bebte. Dann verbreitete sich sehr schnell Rauch“, sagte der Augenzeuge Artur Erizjan der Agentur Tass.

Wie die Polizei der zweitgrößten russischen Stadt mitteilte, ereignete sich die Explosion gegen 18.30 Uhr Ortszeit. Ein Vertreter des Katastrophenschutzministeriums sagte der Nachrichtenagentur Interfax, am Explosionsort sei kein Feuer ausgebrochen. Alle Kunden seien aus dem Supermarkt in Sicherheit gebracht worden.

„Es kann keine Rede von einem Zufall sein. Jemand hat den Sprengsatz deponiert, und er hat gezündet“, kommentierte der für Sicherheit zuständige Abgeordnete Franz Klinzewitsch vom Föderationsrat.
Experten schlossen eine Erpressung oder organisierte Kriminalität als Hintergrund nicht aus. Andererseits haben russische Behörden sich in den vergangenen Monaten gescheut, Terroranschläge als solche einzustufen, auch wenn es klare Hinweise dafür gab. Mitte Dezember hatte Präsident Wladimir Putin mitgeteilt, seine Sicherheitskräfte hätten dank Informationen des US-Geheimdienstes CIA Anschläge in St. Petersburg verhindern können.
Im April waren bei einem islamistischen Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg 15 Menschen getötet worden. (dpa/AFP)

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