Thailand : Sexmüder Panda muss Pornos anschauen

Ein Zoo in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai hat einen sexmüden Pandabären zum Anschauen von Pornovideos verdonnert, um ihn endlich zur Zeugung des lang ersehnten Nachwuchses zu bringen.

Bangkok - Auch eine spezielle Diät mit wenig Kohlenhydraten solle den sechs Jahre alten Chuang Chuang dazu bringen, seine ein Jahr jüngere Partnerin Lin Hui zu schwängern, wie Kannikar Nimtragul, eine Tierärztin des Zoos, sagte. Seit das Pärchen 2003 als Leihgabe für zehn Jahre aus China eintraf, hoffen die Verantwortlichen des Zoos vergeblich auf Nachwuchs. "Wir haben schon Expertenmeinungen aus China eingeholt und haben ihr Verhalten genau studiert", sagte Kannikar. Zuletzt habe Chuang Chuang einen Sex-Intensivkurs absolviert.

In dem Kurs sei dem Pandabären das Paarungsverhalten erklärt worden, sagte Kannikar weiter. Chuang Chuang habe täglich 15 Minuten Pornovideos angeschaut. "Er zeigte ein gewisses Interesse an den Geräuschen im Video, aber nicht an den Bildern", zeigte sich die Tierärztin enttäuscht. Dennoch sei sie zuversichtlich, dass der Pandabär seine neuen Kenntnisse in die Praxis umsetzen werde. Chuang Chuang habe durch die kohlenhydratarme Kost sieben Kilo abgenommen und fühle sich nun wohler. "Er ist aktiver geworden und wir rechnen damit, dass sich Chuang Chuang und Lin Hui innerhalb der nächsten zehn Tage paaren."

In den vergangenen Jahren hatte der Zoo einiges ausprobiert, um Chuang Chuang und Lin Hui zur Paarung zu bewegen. Doch nicht einmal eine traditionelle chinesische Hochzeit im Jahre 2005 erzeugte die nötige romantische Stimmung. Im Dezember wurden die beiden schließlich in getrennte Käfige verlegt, um die Lust anzuheizen. Außerdem wird erwogen, eine Schneemaschine einzusetzen, um eine Umgebung wie im Gebirge zu schaffen. Pandabären sind bekannt für ihre geringe Lust an sexuellen Aktivitäten. Sie zählen zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Tieren der Welt. In China leben geschätzte 1600 Exemplare in der Wildnis; weitere 180 werden weltweit in Tierparks gehalten. (tso/AFP)

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